Meta wird 542 Millionen Euro an 89 spanische Medien wegen unlauterem Wettbewerb zahlen müssen. Das Unternehmen, das WhatsApp, Instagram und Facebook kontrolliert, wurde von einem Gericht in Madrid verurteilt.
Der Fall
Die Richter gaben der Vereinigung der Medien, die die Herausgeber spanischer Publikationen vereint, darunter El País und La Vanguardia, recht. Nach Auffassung der Organisation hatte der von Mark Zuckerberg geführte Digitalriese eine dominierende Stellung im Werbemarkt erlangt und dabei gegen die europäischen Vorschriften zum Umgang mit personenbezogenen Daten verstoßen.
Konkret ging es um personalisierte Werbung von 2018 bis 2023.
Die spanischen Verleger hatten Meta vorgeworfen, die Zustimmung der Nutzer zur Nutzung ihrer Daten für kommerzielle Zwecke nicht eingeholt zu haben, nachdem die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft getreten war. Auf diese Weise hätten sie die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Verlage, die die gemeinschaftlichen Vorschriften einhielten, gefährdet.
An über 80 Verlagshäusern stehen 479 Millionen Euro zu, zuzüglich weiterer 60 Millionen Zinsen. Weitere 2,5 Millionen Euro gehen an die Agentur Europa Press als Schadenersatz, zuzüglich 328.000 Euro Zinsen. Schließlich 14.000 Euro an Radio Blanca.