Die gerade vergangene Nacht in den Niederlanden könnte die letzte Nacht mit Feuerwerk gewesen sein. Im April haben das Repräsentantenhaus und der Senat ein neues Gesetz verabschiedet, das den Verkauf von Feuerwerkskörpern für Verbraucher ab dem 1. Januar 2026 verbietet.
Das neue niederländische Gesetz gegen Feuerwerkskörper
Tatsächlich gibt es, wie mehrere lokale Medien berichten, noch Unsicherheiten, denn die Umsetzung des Verbots und die Festlegung der Entschädigungen für Händler bleiben der neuen Regierung überlassen. Der Gesetzesentwurf sieht ein Verbot von Feuerwerkskörpern der Kategorien F2, F3 und F4 vor, einschließlich Raketen und Silvesterknaller, während der Verkauf von Pyrotechnik der Kategorie F1 weiterhin erlaubt bleibt. Professionelle Pyrotechnik-Shows, die von Gemeinden organisiert werden, bleiben erlaubt, vorausgesetzt, es werden entsprechende Genehmigungen eingeholt. Autorisierte Verbände dürfen hingegen Feuerwerkskörper der Kategorie F2 erwerben und zünden.
Eine Nacht des Albtraums
In den Niederlanden war die Silvesternacht eine wahre Katastrophe. Neben dem Brand, der die Kirche von Vonderkelk zerstört hat, gab es Todesopfer und Verletzte durch das Feuerwerk. Kurz vor 00:30 Uhr starb in Nijmegen ein 17-jähriger Junge durch die Explosion eines Feuerwerks. In Aalsmeer starb ein 38-Jähriger. In Breda wurden Polizistinnen und Polizisten mit Molotowcocktails und Steinen getroffen. Fünf Personen wurden festgenommen. Ein ähnlicher Vorfall wurde in Amsterdam gemeldet. Die Vorsitzende der niederländischen Polizeigewerkschaft, Nine Kooiman, sprach von einer beispiellosen Gewalt.
Eine noch nie dagewesene Gewalt gegen Polizei und Rettungskräfte. Hier in Amsterdam, wo ich tätig bin, aber landesweit zu hören. Viel Explosivstoffe/ Feuerwerk richtet sich gegen die Kolleginnen und Kollegen. Ich wurde selbst auch schon dreimal beschossen. Ich hoffe wirklich, dass alle sicher zu Hause ankommen.
— Nine Kooiman (@NineKooiman) 1. Januar 2026