In den Niederlanden wird der Kauf von Böllern und Feuerwerk illegal sein – doch die letzte Nacht war ein Albtraum

3. Januar 2026

| Lukas Steinberger

Die gerade vergangene Nacht in den Niederlanden könnte die letzte Nacht mit Feuerwerk gewesen sein. Im April haben das Repräsentantenhaus und der Senat ein neues Gesetz verabschiedet, das den Verkauf von Feuerwerkskörpern für Verbraucher ab dem 1. Januar 2026 verbietet.

Das neue niederländische Gesetz gegen Feuerwerkskörper

Tatsächlich gibt es, wie mehrere lokale Medien berichten, noch Unsicherheiten, denn die Umsetzung des Verbots und die Festlegung der Entschädigungen für Händler bleiben der neuen Regierung überlassen. Der Gesetzesentwurf sieht ein Verbot von Feuerwerkskörpern der Kategorien F2, F3 und F4 vor, einschließlich Raketen und Silvesterknaller, während der Verkauf von Pyrotechnik der Kategorie F1 weiterhin erlaubt bleibt. Professionelle Pyrotechnik-Shows, die von Gemeinden organisiert werden, bleiben erlaubt, vorausgesetzt, es werden entsprechende Genehmigungen eingeholt. Autorisierte Verbände dürfen hingegen Feuerwerkskörper der Kategorie F2 erwerben und zünden.

Eine Nacht des Albtraums

In den Niederlanden war die Silvesternacht eine wahre Katastrophe. Neben dem Brand, der die Kirche von Vonderkelk zerstört hat, gab es Todesopfer und Verletzte durch das Feuerwerk. Kurz vor 00:30 Uhr starb in Nijmegen ein 17-jähriger Junge durch die Explosion eines Feuerwerks. In Aalsmeer starb ein 38-Jähriger. In Breda wurden Polizistinnen und Polizisten mit Molotowcocktails und Steinen getroffen. Fünf Personen wurden festgenommen. Ein ähnlicher Vorfall wurde in Amsterdam gemeldet. Die Vorsitzende der niederländischen Polizeigewerkschaft, Nine Kooiman, sprach von einer beispiellosen Gewalt.

Lukas Steinberger

Lukas Steinberger

Ich bin Lukas Steinberger, Redakteur bei AUSTRIA24 TV mit Fokus auf Politik und Gesellschaft. Nach meinem Journalismusstudium in Wien habe ich für verschiedene Medien gearbeitet und mich auf analytische Berichterstattung spezialisiert. Mein Ziel ist es, komplexe Themen verständlich zu machen und die Perspektiven der Menschen sichtbar zu machen.