In Spanien gab es weitere zwei Eisenbahnunfälle, erneut entgleiste Züge, während im Land nationale Trauer über das Massaker von Adamuz herrscht. Die Bilanz der neuen Zwischenfälle, die sich in Katalonien zwischen dem 20. und 21. Januar ereignet haben, liegt bei mindestens einem Todesfall und Dutzenden von Verletzten. Die Bilanz ist vorläufig.
🔴 Die Rettungsdienste arbeiten im Gebiet des Rodalies-Entgleisens in Gelida https://t.co/XUVFLzkdZR
➡️Der Lokführer ist gestorben und es gibt 37 Verletzte, vier davon schwer pic.twitter.com/rVZcWeL9h6
— 20minutos.es (@20m) January 20, 2026
Weitere zwei Züge entgleist in Spanien: Die Bilder
Eine Schutzmauer der nahegelegenen Autobahn AP-7 stürzte beim Passieren eines Regionalzuges nahe Gelida in Katalonien ein. Der Lokführer kam ums Leben und es gab mindestens vierzig Verletzte.
Der entgleiste Zug war ein Regionalzug der Linie R4, er fuhr zwischen den Orten Sant Sadurní d’Anoia und Gelida in der Provinz Barcelona. Nach ersten Erkenntnissen sei die Mauer auf den ersten Wagen gefallen, in dem sich der Großteil der verletzten Passagiere befand. Von den Verletzten befinden sich vier in kritischem Zustand.
Zug entgleist nahe Barcelona





Nach ersten Vermutungen könnte der Einsturz der Mauer durch die starken Regenfälle verursacht worden sein, die die Region seit Tagen treffen; es war eine rote Warnstufe wegen Überschwemmungsgefahr ausgelöst worden, aufgrund des Sturms Harry.
Gelida, Tortosa, Maçanet, Torelló: Alle Unfälle der letzten Monate (und Tage).
Kein Einzelfall bei Rodalies. Es ist die strukturelle Unterfinanzierung und der bedauerliche Zustand der Infrastruktur.
Ruhe in Frieden der Opfer und mögen die Verantwortlichen dafür geradestehen pic.twitter.com/FWXAZ9m9S2
— Pol Trilles (@poltrilles) January 20, 2026
Auch in Katalonien, zur selben Zeit, gab es einen weiteren Entgleisung, verursacht durch herabfallende Felsen auf den Gleisen. Ein Zug der Linie R entgleiste zwischen Maçanet Massanes und Tordera in der Provinz Gerona. Es gab keine Todesopfer.
🇪🇸 Gelida, Spanien | 🔴 So erlebten die Passagiere den Unfall von Gelida von innen im Zug: pic.twitter.com/sWsY2lKHKB
— 𝐄𝐥 𝐈𝐦𝐩𝐞𝐫𝐢𝐚𝐥 (@ElImperialEsp) January 20, 2026
„Seien Sie sehr aufmerksam mit den Informationen zum Rodalies-Unfall in Gelida. Wir warten auf weitere Entwicklungen und die Arbeit der Einsatzkräfte. Meine Anteilnahme und Solidarität gelten den Opfern und ihren Familien“, schreibt der spanische Premierminister Pedro Sánchez auf seinem X-Profil.
Muy atento a las informaciones sobre el accidente de un tren de Rodalies en Gelida.
Pendiente de la evolución de la situación y el trabajo de los servicios de emergencia.
Todo mi cariño y solidaridad con las víctimas y sus familias. https://t.co/mpZ5jUiNLm
— Pedro Sánchez (@sanchezcastejon) January 20, 2026
Spanische Eisenbahnen gehen erneut zu Boden
Die beiden Vorfälle haben das nationale Eisenbahnnetz erneut schwer getroffen, während in Adamuz weiter mit der Tragödie der vergangenen Woche gerechnet wird, die mindestens 42 Menschenleben gefordert hat. Wir sagen „mindestens“, denn die makabre Bilanz ist noch nicht endgültig. Man befürchtet, dass unter den noch nicht entfernten Wracks der Wagen weitere Leichen liegen könnten. Die Guardia Civil hat 45 Vermisstenanzeigen erhalten, doch die Behörden vermuten, dass einige Anzeigen dieselbe Person betreffen. Die meisten bestätigten Todesopfer sind noch nicht identifiziert. Außerdem befinden sich 39 Verletzte weiterhin im Krankenhaus, darunter 4 Kinder, 13 befinden sich auf der Intensivstation.
In der Untersuchung rückt die Aufmerksamkeit immer stärker auf die Infrastruktur, während die Kontroversen über das Hochgeschwindigkeitsnetz lauter werden. Techniker haben eine gebrochene Gleisverbindung am Gleiswechsel von Adamuz festgestellt. „Wir müssen klären, ob dies die Ursache oder die Folge des Entgleisens ist“, bekräftigte Minister Oscar Puente. Es wird auf die Bergung der schwarzen Boxen der beiden Züge gewartet, aus denen wertvolle Informationen gewonnen werden. Nach dem Massaker von Adamuz haben die Behörden die Geschwindigkeit von 300 km/h auf 160 km/h auch auf der Linie Madrid-Barcelona reduziert. Bereits im letzten August hatten Gewerkschaften Löcher, Buckel und Ungleichgewichte in den Oberleitungen gemeldet.
<!-- /body -->
</div><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
Lukas Steinberger