Im Umfeld der italienischen Regierung gibt es eine Verschärfung bei kleinen Paketen aus Ländern außerhalb der EU, insbesondere bei Sendungen mit einem Wert unter 150 Euro. Die Regierungsmehrheit, so berichten Regierungsvertreter, erwägt, eine zusätzliche Steuer auf diese kleinen Postsendungen aus Nicht-EU-Ländern in den Haushaltsentwurf aufzunehmen.
Die Steuer, die die Regierung Rom einführen will
Ziel ist es, die Konkurrenz durch große Mode- und Bekleidungsportale zu begrenzen, insbesondere chinesische Anbieter, die Produkte zu äußerst wettbewerbsfähigen Preisen anbieten. Die Idee kam, nachdem die ursprüngliche Überlegung, sie im Gesetzentwurf zur Wettbewerbsordnung als Maßnahme gegen Fast Fashion zu verankern – wie vom MIMIT zunächst vorgeschlagen – aus Kalendergründen nicht umgesetzt worden war. Wie würde die Steuer funktionieren? Es würde sich um einen Beitrag pro Sendung unter 150 Euro handeln, die aus Ländern außerhalb der EU stammt – im Einklang mit dem Thema, das morgen im Ecofin diskutiert wird – der die Abschaffung der Zollbefreiung für Sendungen gleichen Wertes vorsieht. Frankreich hat ähnliche Maßnahmen bereits ergriffen.
Die Debatte in Brüssel über die Eindämmung der kleinen Pakete
Am 13. November werden die 27 Wirtschaftsminister, versammelt beim Ecofin, voraussichtlich die politische Freigabe zur Abschaffung des Freibetrags geben, dem ersten Schritt der Reform, die Ordnung in der Flut von Sendungen niedrigen Werts schaffen soll, die oft von großen chinesischen E-Commerce-Plattformen stammen.
Nach der Zustimmung der Minister wird der Fall in den Triloge-Verhandlungen zwischen Rat, Parlament und Kommission gehen, die laut einem europäischen Beamten bis Jahresende abgeschlossen sein soll. Die tatsächliche Eliminierung tritt in Kraft, sobald der neue Eu Customs Data Hub, die gemeinsame IT-Plattform zur Echtzeitverwaltung der Importströme, betriebsbereit ist. Der Hub befindet sich noch in Verhandlungen, sollte 2028 in Betrieb genommen werden, aber einige Länder – beginnend mit Frankreich – drängen darauf, den Zeitplan vorzuziehen.
Eine Steuer auf Pakete von Temu und Shein: zwei Euro pro Sendung
Nach Angaben der Europäischen Kommission wurden im Jahr 2024 insgesamt 4,6 Milliarden Pakete mit Werten unter 150 Euro in die EU versandt, davon 91 Prozent aus China. Zu den wichtigsten Anbietern zählen Shein, AliExpress und Temu.