Schweres Unwetter: Tornado verwüstet eine Gemeinde in Frankreich – 41 Verletzte, 300 Häuser beschädigt

30. August 2026

| Lukas Steinberger

Am späten Nachmittag des Montags, 24. August, hat ein Tornado das Département Aude im Süden Frankreichs getroffen und vor allem die kleine Gemeinde Pomas zerstört, die rund tausend Einwohner zählt und südlich von Carcassonne liegt. Die aktuelle Bilanz nennt 41 Verletzte, von denen 15 ins Krankenhaus gebracht wurden, sowie mehr als 300 beschädigte Haushalte. Unter den Geretteten befindet sich auch eine schwangere Frau, die verletzt wurde, als ein Teil ihres Hauses einstürzte; nach dem Bericht ihres Mannes soll sie vom Sofa geschützt worden sein, während eine Wand niederstürzte.

Der Wirbelsturm hat um ca. 17:20 Uhr am 24. August die Gegend durchquert und ließ entblößte Dächer, entwurzelte Bäume, beschädigte Autos und Trümmer auf den Straßen zurück. Von den Bewohnern gefilmte Aufnahmen zeigten eine dunkle Luftsäule, die sich durch Häuser und Vegetation hindurchzog.

Der Tornado entwickelte sich im Verlauf eines großflächigen Unwetterabschnitts, der den Süden und Südwesten Frankreichs erfasste. Météo-France hatte eine orangefarbene Warnstufe für Gewitter in 18 Départements ausgerufen, mit der Gefahr von Hagel, starkem Regen und heftigen Böen. In der nahe gelegenen Gemeinde Arquettes-en-Val wurde eine Böe von 117 Kilometern pro Stunde registriert. Gewitter und Hagel führten zu Bahnverspätungen, Straßensperrungen und Beeinträchtigungen an den Flughäfen Bordeaux, Marseille, Nizza und Toulouse, mit Auswirkungen auch im Großraum Paris.

Der Sturm stoppte zudem auch die Vuelta España. Die dritte Etappe von Gruissan nach Font-Romeu in den französischen Pyrenäen wurde rund 15 Kilometer vor dem Ziel nach einem heftigen Hagelsturm abgebrochen. Die Fahrer suchten Schutz, und die Veranstalter beschlossen, den letzten Teil der Etappe zu canceln, während die Straße zum Ziel rasch von Hagelkörnern bedeckt wurde.

Der neue Vorfall folgt zudem auf einen Sommer in Frankreich, der von Hitzewellen und außergewöhnlich großen Bränden geprägt war. In der Gironde erstreckte sich das große Feuer, das am 22. Juli begann, über rund 42.000 Hektar und gehört zu den größten in dem Land seit dem Brand der Landes im Jahr 1949.

Wenn es nicht nur ein Gewitter ist: Wenn der Himmel diese Farbe annimmt, hast du nur noch wenige Minuten, um Schutz zu suchen

Lukas Steinberger

Lukas Steinberger

Ich bin Lukas Steinberger, Redakteur bei AUSTRIA24 TV mit Fokus auf Politik und Gesellschaft. Nach meinem Journalismusstudium in Wien habe ich für verschiedene Medien gearbeitet und mich auf analytische Berichterstattung spezialisiert. Mein Ziel ist es, komplexe Themen verständlich zu machen und die Perspektiven der Menschen sichtbar zu machen.