Mindestens zwei Personen wurden bei einer Schießerei außerhalb einer Moschee in der schwedischen Stadt Örebro verletzt, wo ein bewaffneter Mann offenbar nach einem Gläubigen am Ende des Freitagsgebets gezielt vorgegangen war. Die Polizei ermittelt wegen versuchten Mordes. Beide Opfer wurden ins Krankenhaus gebracht, doch der Schweregrad der Verletzungen war zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch unklar.
Die Zeugenaussage
Ein Zeuge berichtete dem schwedischen Fernsehen SVT, dass ein Angreifer auf eine Person vor dem Ausgang des Gebets feuerte. Der Mann gab an, der Angreifer habe eine Salve von Schüssen auf sein Opfer abgefeuert, als es aus der Moschee von Boglundsängen, westlich der Stadt, kam und zu Boden fiel. „Er verließ die Moschee, dann kam ein weiterer Mann und feuerte vier bis fünf Mal. Danach feuerte er weitere Schüsse, während die Opfer am Hang lagen“, berichtete der Zeuge dem öffentlich-rechtlichen Sender.
Die Aussagen der Polizei
Lars Hedelin, Beamter der örtlichen Polizei, bestätigte die Meldung über eine Schießerei, sagte jedoch, dass es noch zu früh sei, Details zu nennen. „Was wir bestätigen können, ist, dass wir einen Alarm wegen einer Form schwerer Gewalttat erhalten haben und dass der Vorfall offenbar außerhalb einer Moschee stattgefunden hat“, erklärte er.
Mazen Muwaffak, Schatzmeister der Örebro-Moschee, bestätigte, dass zwei Personen verletzt wurden. „Es ereignete sich unmittelbar nach dem Freitagsgebet“, sagte er der Zeitung Expressen. „Wir wissen noch nicht, ob der Angriff gegen die Person oder gegen die Moschee gerichtet war.“
Ein tragischer Vorfall in derselben Stadt
Am 4. Februar war Örebro Schauplatz einer der schlimmsten Schulschießereien in Schweden, als Rickard Andersson einen Angriff auf das Erwachsenenbildungszentrum Campus Risbergska verübte. Andersson tötete zehn Menschen und verletzte weitere sechs, bevor er sich selbst das Leben nahm.