Zwei Hubschrauber haben sich in der Luft getroffen, während sie mit Löscharbeiten gegen Brände beschäftigt waren, die nordwestlich von Athen ausgebrochen waren. Laut der lokalen Zeitung Ta Nea stürzten die beiden Fluggeräte in das Gebiet Psatha.
Das Video des Aufpralls
Zurzeit laufen Such- und Rettungsmaßnahmen, um die Besatzungen zu lokalisieren, und laut dem griechischen Pendant zur Rai, ERT, haben zwei Personen an Bord eines der Hubschrauber Kontakt zu den Behörden aufgenommen. Insbesondere soll der Kommandant eines der Fluggeräte das Koordinationszentrum kontaktiert haben, während der zweite, laut dem staatlichen Fernsehen, verletzt ist.
Der Zwischenfall ereignete sich zwischen zwei Hubschraubern des Typs Bell. Ein Augenzeuge gab an, gesehen zu haben, wie sich die beiden Hubschrauber berührten, er habe ein lautes Geräusch gehört und sie danach hinter dem Berg verschwinden sehen. Es ist zu beachten, dass laut dem Sender Mega der Pilot des zweiten Hubschraubers gestorben sein soll. Die Feuerwehr hat den Todesfall bislang jedoch noch nicht bestätigt. Am Unglücksort trafen sechs Ambulanzfahrzeuge sowie zwölf Rettungskräfte und zwei Ärzte ein.
Die Brände in Griechenland
Seit einigen Tagen wüten in Griechenland drei Brandherde. Die Flammen bedrohen Wohnhäuser und ein Industriegebiet in der Nähe von Megara. Die Brände breiten sich auch in anderen Teilen der Region Attika aus. Das Feuer zieht auf den Badeort Porto Germeno am Golf von Korinth zu, nordwestlich von Athen. Die griechischen Behörden ordneten am Sonntag drei neue Evakuierungsbefehle an. Mehr als 300 Feuerwehrleute sind im Einsatz.
In einer Woche brannten mehr als 12.000 Hektar Wald- und Ackerland nieder in dem Land, das – wie der Rest der Mittelmeerregion – hart von der Klimakrise getroffen wurde. Jedes Jahr im Sommer ist Griechenland von Bränden aufgrund von Hitzewellen und Trockenheit betroffen, doch bisher war das Land im Vergleich zu Frankreich und Spanien eher von größeren Brandereignissen verschont geblieben. Im Hochsommer bleibt das Risiko von Waldbränden am 3. August voraussichtlich „sehr hoch“: auf der Skala von fünf Stufen entspricht dies Stufe 4 in Attika und im benachbarten Böotien.