Italienischer Motorradfahrer in Österreich von Bär getötet – Angriff gefilmt vom Opfer

9. Juli 2025

| Lukas Steinberger

Ein Italiener, der in Rumänien unterwegs war, wurde von einem Bären angegriffen und tödlich verletzt. Nach vorliegenden Informationen war der Mann, 48 Jahre alt, mit dem Motorrad unterwegs auf der Transfagarasan – einer weltberühmten Straße, die sich durch die Karpaten zieht. Der Motorradfahrer war Teil einer Gruppe, die von Vidraru nach Bâlea Lac unterwegs war. Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag, den 3. Juli 2025, in der Nähe von Arefu, etwa 500 Meter vom Damm Vidraru entfernt.

Laut lokalen Medien wurden auf dem Handy des Mannes Bilder von dem Bären gefunden. Demnach hatte der Motorradfahrer versucht, dem Tier Futter aus der Hand zu geben. Anschließend soll der Bär den Mann ergriffen und in eine 40 Meter tiefe Schlucht gezogen haben, ohne dem Opfer eine Chance zur Flucht zu lassen.

Das Problem mit den Bären auf der Transfagarasan ist momentan so ernst wie nie zuvor. Die Region ist bei Touristen sehr beliebt, sowohl bei ausländischen Besuchern als auch bei Rumänen, die die Bären nur zu gern erleben möchten. Die Tragödie ereignete sich im Bereich von Arefu, einer Gegend, in der deutlich mehr Bären leben als die offiziell erwarteten 25 Tiere – hier wurden insgesamt 112 Bären gezählt.

In der Gegend hängen mehr als zwanzig Warnschilder, doch die Touristen ignorieren diese. Am selben Tag, an dem der Bär den italienischen Motorradfahrer tötete, sah ein französischer Besucher einen Bären, der auf der Suche nach Futter war und versuchte, sein Motorrad zu attackieren.

Der Zustand des Bärenbestandes auf der Transfagarasan ist alarmierend. Experten fordern dringend Maßnahmen, um die Sicherheit der Menschen zu erhöhen und die Bärenpopulation besser zu kontrollieren. Die Region bleibt durch die hohe Anzahl an Touristen, die die Bären nur zu gern beobachten möchten, besonders gefährdet. Trotz zahlreicher Warnhinweise vor den Risiken im Bärengebiet setzen viele Besucher ihre Ausflüge fort, ohne den Gefahren angemessen Rechnung zu tragen. Die Tragödie vom Juli 2025 verdeutlicht die Risiken, die beim Verhalten in der Wildnis bestehen, und hebt die dringende Notwendigkeit hervor, den Schutz der Menschen und der Tierwelt in dieser sensiblen Region zu verbessern.

Lukas Steinberger

Lukas Steinberger

Ich bin Lukas Steinberger, Redakteur bei AUSTRIA24 TV mit Fokus auf Politik und Gesellschaft. Nach meinem Journalismusstudium in Wien habe ich für verschiedene Medien gearbeitet und mich auf analytische Berichterstattung spezialisiert. Mein Ziel ist es, komplexe Themen verständlich zu machen und die Perspektiven der Menschen sichtbar zu machen.