Elon Musk gegen Ursula von der Leyen: Soll die EU-Führung von den Bürgern gewählt werden?

29. November 2025

| Lukas Steinberger

„Der Führungsfigur der EU sollte von den europäischen Bürgerinnen und Bürgern gewählt werden und nicht von einem Komitee ernannt werden.“ So äußert sich Elon Musk erneut politisch, und kommentiert die Ernennung der Präsidentin der Europäischen Kommission, die gewählt wird, nachdem der Europäische Rat einen Kandidaten vorschlägt und das Europäische Parlament ihn wählt. Diesmal richtet sich Musks Zorn gegen die Präsidentin der Kommission, Ursula von der Leyen, nachdem diese den europäischen Schutzschirm zum Schutz der Demokratie vor Desinformation vorgestellt hat, eine der zentralen Initiativen ihrer neuen Amtszeit.

Der Gegenstand von Musks Zorn: Die Strategie „European Democracy Shield“

Die Worte von Musk, die er auf seinem sozialen Netzwerk X veröffentlicht hat, fallen zu dem Zeitpunkt, als die Europäische Union am 12. November die Strategie „European Democracy Shield“ vorstellt. Es handelt sich um eine Initiative, die Online-Plattformen und Influencer stärker in den Kampf gegen Desinformation und die Stärkung der Demokratie einbinden soll. Es war genau die Präsidentin der Kommission, die diese Richtung vorangetrieben hat, angesichts der wachsenden Sorge über ausländische Einflussnahmen auf nationale Wahlen.

Nach Angaben der Europäischen Kommission müssen Unternehmen wie Google, Microsoft, Meta, X von Elon Musk, TikTok und andere, die bereits dem seit 2022 geltenden Digital Services Act unterliegen, ihre Bemühungen zur Bekämpfung illegaler und schädlicher Inhalte verstärken. Der Plan sieht ein Protokoll vor, um Vorfälle und Krisen zu bewältigen, das die Koordination zwischen Behörden erleichtert und eine schnelle Reaktion auf groß angelegte Operationen ermöglicht. Die Unterzeichner des freiwilligen Verhaltenskodex gegen Desinformation, zu denen auch die führenden digitalen Plattformen gehören, könnten aufgefordert werden, Inhalte zu identifizieren und zu melden, die durch KI erzeugt oder manipuliert wurden. Die Kommission hat außerdem die Rolle von Influencern in Online-Wahlkampagnen betont und die Schaffung eines freiwilligen Netzes vorgesehen, um eine sachliche Diskussion über Themen und europäische Normen zu fördern.

Lukas Steinberger

Lukas Steinberger

Ich bin Lukas Steinberger, Redakteur bei AUSTRIA24 TV mit Fokus auf Politik und Gesellschaft. Nach meinem Journalismusstudium in Wien habe ich für verschiedene Medien gearbeitet und mich auf analytische Berichterstattung spezialisiert. Mein Ziel ist es, komplexe Themen verständlich zu machen und die Perspektiven der Menschen sichtbar zu machen.