Ein 61-jähriger Hausmeister wurde vom Amtsgericht Aachen zu acht Jahren und sechs Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Der Mann war beschuldigt worden, seine Ehefrau über einen Zeitraum von 15 Jahren betäubt und missbraucht zu haben, doch der Richter befand ihn schuldig der Taten, die zwischen 2018 und 2024 begangen wurden. Der Angeklagte soll die Vergewaltigungen auch gefilmt und die Videos im Internet verbreitet haben. Der Fall erinnert an Dominique Pelicot in Frankreich, der zu 20 Jahren Haft verurteilt wurde, weil er seine Frau vergewaltigt und sie vergewaltigen ließ.
Das Urteil
Fernando P., so der Name des Angeklagten, soll wiederholt die Ehefrau in der ehelichen Wohnung betäubt und missbraucht haben, wie das Gericht in einer Mitteilung erklärte. Der Mann soll die Taten auch gefilmt und die Aufnahmen anderen Nutzern in Gruppenchats sowie auf Internetplattformen zugänglich gemacht haben.
Nach Auffassung des Gerichts hat der 61-Jährige den intimsten Bereich des Privatlebens und der persönlichen Rechte durch Bildaufnahmen in 34 Fällen verletzt, darunter vier Vorfälle zeitgleich mit einer schweren Vergewaltigung und schweren Körperverletzungen. Er wurde auch der schweren sexuellen Nötigung und der sexuellen Gewalt schuldig gesprochen.
Gegen das Urteil kann innerhalb einer Woche Berufung eingelegt werden.