Carola Rackete, die Aktivistin der Sea Watch, die die italienische Regierung unter Conte herausforderte, indem sie trotz der Verbote der Behörden an den italienischen Küsten landete, bevor sie ins Europaparlament gewählt wurde, hat ihr Mandat im Europäischen Parlament niedergelegt. „Wir werden sie sehr vermissen“, kommentiert die Partei Die Linke den Rücktritt der Aktivistin in einer Mitteilung.
Carola Rackete tritt aus dem Europaparlament zurück: Die Hintergründe ihres Rücktritts
Die deutsche Europaabgeordnete Carola Rackete erklärt ihren Rücktritt. „Meine Kandidatur und mein Mandat hatten stets das Ziel, einen Beitrag zur Erneuerung der Partei Die Linke zu leisten, ein Prozess, der derzeit erfolgreich voranschreitet. Als engagierte Person in sozialen Bewegungen haben mein Team und ich von Anfang an darüber diskutiert, wie wir das Mandat gemeinsam gestalten können, und dieser gemeinsame Geist manifestiert sich nun in meinem Rücktritt. Ich danke allen Wählern und insbesondere den Mitgliedern der Partei, die ihr Vertrauen in mich gesetzt haben“, erklärt Rackete.
„Carola ist für viele Menschen in ganz Europa eine Heldin, und wir von Die Linke teilen dieses Gefühl zutiefst“, sagt Martin Schirdewan, Co-Vorsitzender der Partei. „Als Kapitänin der Sea Watch hat sie aus erster Hand erlebt, wie europäische Migrationspolitik Jahr für Jahr Tausende von Menschen sinnlos im Meer das Leben kostet, und mit Die Linke hat sie sich entschieden, etwas dagegen zu unternehmen. Wir sind stolz auf die Arbeit, die wir gemeinsam mit Carola im Europäischen Parlament geleistet haben. Hier bei Die Linke wird ihr Vermächtnis weiterleben, während wir ihren Kampf für Klimaschutz, Arbeiterrechte und die revision der grauenhaften Migrationspolitik der EU fortsetzen“, so Schirdewan weiter.