Die österreichischen Sicherheitsbehörden haben in Wien ein kleines Waffenarsenal entdeckt, das Ermittler mit einem terroristischen Netzwerk verbindet, das mit der Hamas zusammenhängt und Angriffe gegen israelische oder jüdische Ziele in Europa geplant haben soll. Das berichtet das Innenministerium Wien. Die Offenbarung erfolgte nach der Festnahme eines britischen Staatsbürgers im Alter von 39 Jahren in London am vergangenen Montag, dem 3. November. In Berlin befinden sich ein 36-jähriger Deutscher libanesischer Herkunft, ein 43-jähriger Libanese und ein 44-jähriger Deutscher syrischer Herkunft, alle im Rahmen derselben internationalen Ermittlung festgenommen.
Nach Angaben der deutschen Bundesanwaltschaft soll der in London festgenommene Mann in Berlin fünf Pistolen und Munition erhalten und diese anschließend nach Wien transportiert und dort gelagert haben. Der Fall reiht sich ein in die Festnahme in Deutschland zu Beginn Oktober von drei mutmaßlichen Hamas-Akteuren aus dem Ausland: Dabei wurden ein AK-47, Pistolen und Munition beschlagnahmt.
Der österreichische Innenminister Gerhard Karner sprach von einer „Null-Toleranz“ gegenüber Terrorismus und lobte die Zusammenarbeit der europäischen Sicherheitsbehörden, die zu der Beschlagnahme geführt hat.