Hunderte Traktoren und Tausende von Landwirtinnen und Landwirten haben heute Brüssel gestürmt, um gegen Kürzungen der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP) und gegen die Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und dem Mercosur zu demonstrieren. An der Protestaktion nahmen schätzungsweise 7.300 bis 8.000 Demonstranten teil sowie rund tausend landwirtschaftliche Fahrzeuge aus verschiedenen EU-Ländern, während in der belgischen Hauptstadt zeitgleich ein Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs stattfand.
Die Gründe des Protests
An vorderster Front für Italien standen Coldiretti, Confagricoltura, Cia-Agricoltori Italiani, Copa-Cogeca sowie zahlreiche Produzenten- und Arbeitnehmerverbände der Branche. Der Zug setzte sich am Vormittag im Stadtteil Schaerbeek im Norden Brüssels in Bewegung und zog danach Richtung Europas Viertel.
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„Wir befinden uns in Brüssel mit Tausenden von Landwirtinnen und Landwirten, um die zentrale Rolle der Landwirtschaft und der Ernährungswirtschaft im kommenden EU-Haushalt zu betonen“, ließ Ettore Prandini, Präsident von Coldiretti, verlauten. „Die Ausrichtung der Kommission unter der Führung von Ursula von der Leyen sieht hingegen vor, dem Sektor 90 Milliarden Euro zu kürzen – mit schweren Folgen auch für Italien.“