Berlin könnte bald seinen eigenen „Doktor Tod“ haben. Ein deutscher Arzt, spezialisiert auf ambulante Palliativpflege, steht derzeit in Deutschland vor Gericht, weil er angeblich an 15 Sterbefällen beteiligt sein soll. Bereits jetzt befürchten Ermittler, dass die tatsächliche Zahl der Opfer deutlich höher sein könnte.
Deutschland: Arzt vor Gericht – ihm werden 15 Morde vorgeworfen
Johannes M., 40 Jahre alt, verheiratet und Vater eines Kindes, könnte sogar der größte Serienmörder der letzten Jahrzehnte in der deutschen Nachkriegsgeschichte sein. Laut deutschen Tageszeitungen gibt es Hinweise auf weitere 96 mutmaßliche Todesfälle, die mit dem Arzt in Verbindung gebracht werden könnten. Zu den Opfern des sogenannten „Doktors des Todes“, der im Rahmen der Ermittlungen im Mittelpunkt steht, zählt auch die Schwiegermutter: Die Mutter seiner Frau, die an Krebs erkrankt war, verstarb an einem Wochenende Anfang 2024, während die Familie sie in Polen besuchte. Der Mann, der heute vor dem Landesgericht in Berlin erscheint, wird beschuldigt, zwischen September 2021 und Juli 2024 zwölf Frauen und drei Männer in Berlin getötet zu haben.
Die Anklage wirft ihm vor, er habe seinen Patienten, im Alter zwischen 25 und 94 Jahren, ohne medizinische Indikation oder deren Zustimmung, ein Beruhigungsmittel gefolgt von einem Muskelrelaxans verabreicht. Dieses Medikamenten kombinieren führt laut Ermittlungsbehörde zur „Lähmung der Atemmuskulatur“ und anschließend zu einem „Atemversagen“ und dem Tod innerhalb weniger Minuten. In mindestens fünf Fällen wird ihm zudem vorgeworfen, er habe Brandstiftung in den Häusern seiner Opfer begangen, um seine Taten zu verschleiern. Der Angeklagte soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft stets aus „böswilligen und leichtfertigen Motiven“ gehandelt haben.
Die restlichen 96 verdächtigen Todesfälle
Allerdings könnte die tatsächliche Anzahl der Opfer noch viel höher sein. Die Ermittler untersuchen derzeit die medizinischen Akten seiner Patienten, und es gibt Hinweise auf mindestens 96 weitere mutmaßliche Todesfälle im Umfeld des 40-Jährigen, darunter auch die seiner Schwiegermutter. Spezialisten für Palliativmedizin begleiten schwerstkranke Patienten, um deren Schmerzen zu lindern. Doch laut der Staatsanwaltschaft waren die betreffenden Patienten zum Zeitpunkt ihres Todes angeblich noch nicht nah am Todestag, was den Verdacht nährt, dass der Arzt vorsätzlich gehandelt haben könnte.