Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat von New York aus, kurz vor seiner Teilnahme an der Generalversammlung der Vereinten Nationen, angekündigt, eine Marineeinheit zu entsenden, um die Global Sumud Flottille zu unterstützen, die humanitäre Mission nach Gaza, die in den letzten Tagen mehrfach Angriffen ausgesetzt war.
Sánchez’ Ankündigung nach den Angriffen
„Schon morgen soll ein Schiff von Cartagena aus mit allen notwendigen Mitteln auslaufen, um der Flottille Hilfe zu leisten und bei Bedarf Bergungs- oder Rettungsmaßnahmen einzuleiten“, erklärte Sánchez und präzisierte, dass es sich um das See-Einsatzschiff „Furor“ handelt, ein Hochsee-Patrouillenschiff der spanischen Armee.
Die Entscheidung der spanischen Regierung erfolgt nach dem erneuten Angriff in der Nacht zum Mittwoch vor Kreta, als die Flottille, die aus mehr als 50 Booten besteht, mindestens 13 Explosionen, Drohneneinsätze unbekannter Herkunft und elektronische Störungen meldete. Es gab keine Verletzten, doch der Vorfall hat die Alarmbereitschaft hinsichtlich der Sicherheit der Mission erhöht.
Die italienische Mission und die mögliche Koordination
Die spanische Initiative fügt sich in einen Kontext zunehmender europäischer Mobilisierung ein. Wenige Stunden zuvor hatte auch Italien die Entsendung der Fregatte Fasan angekündigt, mit dem Ziel, seinen Bürgerinnen und Bürgern in der Flottille Beistand zu leisten und mögliche Rettungsmaßnahmen vorzubereiten. Quellen des spanischen Verteidigungsministeriums sagten der Zeitung El País, dass Kontakte mit Rom laufen, um eine gemeinsame Aktion zu koordinieren, der sich auch Irland anschließen könnte.
Nach denselben Quellen soll die Mission beider Länder weder offensiv noch als Abschreckung gegenüber Israel dienen, das von Aktivistinnen und Aktivisten für die Angriffe verantwortlich gemacht wird, sondern darauf beschränkt bleiben, in internationalen Gewässern Hilfe zu leisten, wo neue Notlagen auftreten.