Der Name des geheimnisvollen Freundes, der Massimo Ceccherini vor dem Abgrund der Spielsucht durch die Ausstellung eines Schecks über 300.000 Euro retten wollte, bleibt im Dunkeln. Während die Unterlagen des Tribunals von Florenz die Identität des Wohltäters streng geheim halten, rückten in den letzten Tagen die Medienberichte über Matteo Garrone in den Fokus. Der Regisseur, der eine langjährige berufliche Verbindung zu dem toskanischen Schauspieler pflegt, wies die Gerüchte jedoch deutlich zurück.
Identität geschützt und der (sinnliche) Verdacht gegenüber dem Regisseur
Der vom Richter Cristian Soscia unterzeichnete Beschluss lässt keinerlei Details durchscheinen: Für die Justiz ist der Mann, der die entscheidende Summe gezahlt hat, um die Bilanz des Schauspielers zu erleichtern, schlicht ein „enger Freund“. Angesichts dieses Informationsvakuums konzentrierten sich journalistische Recherchen auf Garrone und spekulierten, dass die enge menschliche und berufliche Bindung zwischen den beiden den Regisseur zu dieser großen Geste veranlasst haben könnte. Es handelte sich jedoch um reine Mutmaßungen: Es gibt keinen formalen Nachweis oder gerichtliche Akte, die eine Beteiligung bestätigen.
Das künstlerische Bündnis Garrone und Ceccherini
Die Gerüchte über eine mögliche Unterstützung seitens Garrone entsprangen genau der tiefen gegenseitigen Wertschätzung, die auf den Filmsets gewachsen ist. Ceccherini wurde vom Regisseur aus Rom in drei bedeutsamen Filmen Regie geführt: Il racconto dei racconti, Pinocchio und Io Capitano (bis zu den Oscar-Nominierungen als bester Internationaler Film gereicht). Eine entscheidende Wende in der Karriere des toskanischen Darstellers, der dank Garrone die alten Klischees der Komödie hinter sich lassen konnte und eine ausgeprägte dramatische Reife zeigte, die auch von der Kritik gelobt wurde.
Um den Fall abzuschließen, hat Garrone selbst die Schlussbemerkung geliefert. Vom Corriere della Sera kontaktiert, ließ der Regisseur die Angelegenheit mit einer lapidaren Bemerkung hinter sich: „Es muss einen Fehler gegeben haben.“ Eine kategorische Dementi, die jede Verbindung zwischen dem Filmemacher und der Finanzaktion zerlegt und das Geheimnis um die Identität des tatsächlichen Wohltäters unter dem Schutz der richterlichen Entscheidungen bewahrt.
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Die Details des Tilgungsplans im Zusammenhang mit dem Crash der Spielsucht
Die Zahlen, die dem Verfahren zugrunde liegen, zeichnen ein finanziell extrem kritisches Bild, direktes Ergebnis der Spielsucht: Eine Gesamtlücke von rund 1,4 Millionen Euro, aufgeteilt zwischen Forderungen gegenüber dem Finanzamt und Banken. Um daraus zu kommen, griff Ceccherinis Rechtsanwälte auf das „Concordato Minore con Assuntore“ zurück, eine juristische Form, die das Eingreifen einer dritten Person ermöglicht.
Wenn der anonyme Freund die sofortige Liquidität von 300.000 Euro garantiert hat, kommt der Schauspieler dennoch nicht ohne Kosten davon: In den nächsten vier Jahren muss er eine monatliche Rate zahlen, um den verbleibenden Teil der Schulden zu tilgen. Den Richter zu einer Freigabe des Plans bewog auch Ceccherinis eigenes Verhalten, der sich schon länger in therapeutischer Begleitung befindet, um die Spielsucht hinter sich zu lassen.