Sie hatten ihn an der Küste von Huelva in Spanien festgenommen, unter dem Vorwurf, seine deutschstämmige Lebensgefährtin mit Messerstichen getötet zu haben, am vergangenen Freitag, dem 28. August.
Dann kam der Durchbruch in den Ermittlungen: Zunächst ging man von einem Femizid aus; in den folgenden Tagen wurde der Mann, ein 60-jähriger italienischer Staatsbürger, nach einem forensischen Gutachten freigelassen, das auf eine mögliche Suizidursache der Frau hindeutet.
Festgenommen und dann freigelassen
Nach Berichten spanischer Medien, die von Adnkronos zitiert wurden, hätten die kriminalpolizeilichen Ermittler der Guardia Civil von Anfang an auf diese Hypothese hingearbeitet. Die Ergebnisse des forensischen Gutachtens hätten diese Linie bestätigt und die Möglichkeit eines Tötungsdelikts ausgeschlossen. Aus diesem Grund wurde der Fall vorläufig eingestellt.
Der Mann wurde am Freitagmorgen in Isla Cristina festgenommen, einem touristischen Ort der Provinz Huelva in der autonomen Gemeinschaft Andalusien.
Das Paar befand sich dort, weil es mit dem Wohnmobil unterwegs war.
Die Frau war 47 Jahre alt.
Nach dem Alarm erreichten die Einsatzkräfte in wenigen Minuten die Avenida del Atlántico im Bereich des Strandes Punta del Caiman. Die Rettungskräfte konnten nichts weiter tun, als den Tod der Frau festzustellen. Der Mann wurde nach der Festnahme zur Wache gebracht. Danach wurde er freigelassen: Man geht von einer freiwilligen Handlung aus.