„Du wirst mich nie wieder erniedrigen. Ich esse lieber Scheiße, als noch länger in dieser Sendung zu bleiben.“ Die spanische Journalistin Marta Gómez Montero verließ tränenüberströmt das Studio der Sendung „Malas Lenguas“, die in Spanien vom Sender La2 ausgestrahlt wird, nach einer sehr hitzigen Auseinandersetzung mit dem Moderator der Sendung, Jesús Cintora.
Eklat live im Studio
Der Ausbruch geschah während der letzten Sendung, als eine Debatte über die Worte des spanischen Oppositionsführers Alberto Núñez Feijóo geführt wurde. Der Kommentator, am Höhepunkt der Nervosität, zog sich das Mikrofon aus und verließ das Studio: „Ich werde nicht antworten, es tut mir leid. Du wirst mich nie wieder erniedrigen. Ich habe durchgehalten, um die Rechnungen zu bezahlen und für meine Kinder zu sorgen. Ich esse lieber Scheiße, als noch länger in dieser Sendung zu bleiben“.
Die Debatte drehte sich um den von Feijóo verwendeten Vergleich zur Beschreibung von Arbeitsabwesenheiten: „Es ist wie ein Krebs, den wir uns nicht leisten können zu bezahlen.“ Gómez Montero nahm den Führer der Partido Popular zunächst in Schutz, doch bald verlagerte sich die Diskussion auf weitere Aussagen des Politikers, in einem Schlagabtausch, der immer heftiger wurde, sodass die Journalistin schließlich aufgab und die Sendung verließ.
Die Entschuldigungen
„Hat sie sich entschieden zu gehen? – kommentierte der Moderator live – Es ist ihre Sache.“ Anschließend veröffentlichte Cintora über soziale Netzwerke eine Entschuldigung gegenüber der Kollegin: „Malas Lenguas gibt es und es wird immer Platz für jede Meinung geben. Marta Gómez Montero ist eine gute Journalistin und Kollegin, die sehr oft an unserer Sendung teilnimmt. Nachdem ich es im Privaten versucht habe, möchte ich ihr für die unangenehme Erfahrung meine Entschuldigung aussprechen.“ Auch der Präsident des Senders, José Pablo López, entschuldigte sich bei der Journalistin, die anschließend entschied, in die Sendung zurückzukehren.