Hakenkreuze wurden auf Dutzenden von Autos und auch an Gebäudewänden oder Briefkästen angebracht. Die Polizei in Hanau, Deutschland, ermittelt gegen eine Serie von Vandalismusakten, die durch ein beunruhigendes Detail miteinander verbunden sind: Wie die Laboruntersuchungen zeigen, wurden die Schriftzüge mit menschlichem Blut hergestellt.
Deutschland, Autos mit Hakenkreuzen aus menschlichem Blut beschmiert
Das erste Nazi-Symbol wurde von einem Anwohner entdeckt, der das rote Hakenkreuz auf der Motorhaube seines Autos fand und den Vorfall bei den Behörden meldete. Die Beamten stellten anschließend fest, dass es kein Einzelfall war, sondern dass in der ganzen Region mindestens 50 Fahrzeuge auf dieselbe Weise vandalisiert worden waren. Wie der Polizeisprecher Thomas Leipold der deutschen Presse erläuterte, gibt es noch mehrere zu klärende Punkte: „Wir wissen nicht, ob die Ziele absichtlich oder zufällig gewählt wurden, und es gibt keinerlei Hinweise auf die Herkunft des verwendeten Blutes. Derzeit liegen keine Meldungen über Verletzte oder vermisste Personen vor.“
Die Behörden ermitteln wegen Sachbeschädigung und der Verwendung von Symbolen verfassungswidriger Organisationen. Die Hakenkreuze erinnern zwar an die NS-Zeit, sind jedoch im deutschen Recht verboten und ihre öffentliche Verwendung oder Weitergabe wird streng bestraft. In Deutschland rufen derartige Symbole die Erinnerung an das NS-Regime wach und stellen eine direkte Beleidigung der Holocaust-Opfer sowie der Verfassung dar. Zudem gelten solche Taten über reinen Vandalismus hinaus als potenziell extremistische Handlungen, die nicht unbeachtet bleiben dürfen. Die Ermittler prüfen Videobilder der städtischen Überwachung, um Verdächtige zu identifizieren, während forensische Experten die Blutanzeichen weiter untersuchen.