Mindestens zwei Tote und zehn Verletzte, darunter vier in schweren Zustand. Das ist die Bilanz aus Caen im Nordwesten Frankreichs, wo ein Mann mit seinem Auto eine Gruppe von Menschen nahe dem Bahnhof der Stadt angefahren hat. Der verrückte Anschlag ereignete sich am gestrigen Abend, Mittwoch, dem 26. August, gegen 22:00 Uhr.
Das Auto auf der Menschenmenge
Wie von Polizei und Feuerwehr gegenüber den französischen Medien mitgeteilt wurde, soll es sich nicht um einen Unfall, sondern um eine vorsätzliche Tat handeln. Einer ersten Rekonstruktion zufolge soll der Fahrer beschlossen haben, auf die Fußgänger loszufahren, nachdem es in einer nahegelegenen Bar zu einer Auseinandersetzung gekommen war.
Wie aus einigen im Netz geteilten Aufnahmen zu sehen ist, hat das Fahrzeug die Personen erfasst, die unter dem Vordach der Straßenbahnhaltestelle warteten. Die Bilanz, zunächst eine Person tot, hat sich in den folgenden Stunden verschlechtert, mit einem zweiten Todesopfer, das von der Polizei bestätigt wurde. Etwa zehn Verletzte, davon vier in schwerem Zustand. Die Mehrheit der Opfer soll laut französischen Zeitungen eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzen, insbesondere Afghanen, Ägypterinnen und Bangladescher.
Die Flucht und die Festnahme
Nachdem er die Menschen an der Haltestelle überfahren hatte, flüchtete der Angreifer mit dem Auto, doch seine Flucht endete bald. Der Mann wurde in Ouistreham, einer Küstenstadt etwa 15 Kilometer von Caen entfernt, festgenommen. Laut Ouest-France handelt es sich um einen 26-jährigen Mann russischer Staatsangehörigkeit.
Der gesamte Bereich rund um den Caen-Bahnhof wurde von der Polizei abgeriegelt, um Rettungskräfte der Feuerwehr zu ermöglichen und notwendige Spuren zu sichern, während die Ermittlungen aufgenommen wurden, um den genauen Hergang zu rekonstruieren und die Motive vollständig zu klären.