Zwei Tonnen Kokain am Strand gespült: Pakete von Badenden entdeckt

6. August 2026

| Lukas Steinberger

Ungewöhnliche Pakete wurden von der Strömung ans Ufer am Strand von Comporta in Portugal getragen. Darin wurde Kokain gefunden. Es handelt sich um große Mengen – zwei Tonnen – und nach den örtlichen Behörden handelt es sich um einen Teil der Ladung, die während einer Verfolgungsjagd mit den Sicherheitskräften in den vergangenen Tagen ins Meer geworfen wurde. Die Droge war auch für den italienischen Markt bestimmt.

Teil der gefundenen Kokainmenge – Quelle Maritime Analysis and Operations Centre – Drugs

Das Kokain, das von den Wellen an den Strand gespült wurde

Der Strandabschnitt gehört zur Provinz Setúbal. Insgesamt wurden in den letzten Tagen mehr als zwei Tonnen Kokain an Land gespült. Die Badegäste bemerkten die Pakete und verständigten Rettungsschwimmer sowie Behörden. Die plausibelste Erklärung für die Ermittler ist, dass es sich um Drogen handelt, die absichtlich vor etwa zehn Tagen von Schmugglern ins Meer geworfen wurden, die südwestlich von Kap Espichel, wenige Dutzend Kilometer südlich von Lissabon, gestoppt worden waren.

Die am Strand angespülte Droge dürfte zum gleichen Ladung gehören, die insgesamt 2,6 Tonnen umfasst – ein Großhandelswert von schätzungsweise rund 78 Millionen Euro auf dem Großhandelsmarkt –, und in einer jüngsten Operation namens „Buongiorno“ beschlagnahmt wurde, durchgeführt im Rahmen einer Ermittlung des Maritime Analysis and Operations Centre – Drugs (MAOC-N) in enger Zusammenarbeit mit den italienischen Polizeibehörden. Nach bisherigen Erkenntnissen stammt die Droge aus Südamerika. Dann würde sie über See nach Europa eingeführt, per Go-Fast-Booten, die von leistungsstarken Außenbordmotoren angetrieben werden und Geschwindigkeiten von über 70 Knoten erreichen. Ein Teil der Kokain war für den italienischen Markt vorgesehen.

Der Praia da Comporta liegt etwa 120 Kilometer südlich der portugiesischen Hauptstadt, eingebettet in das Naturschutzgebiet Estuário do Sado im Bezirk Setúbal. Der Strand ist berühmt für seine weißen, feinen Sanddünen, umgeben von Kiefernwäldern und Reisfeldern, die bis ans Meer reichen.

Lukas Steinberger

Lukas Steinberger

Ich bin Lukas Steinberger, Redakteur bei AUSTRIA24 TV mit Fokus auf Politik und Gesellschaft. Nach meinem Journalismusstudium in Wien habe ich für verschiedene Medien gearbeitet und mich auf analytische Berichterstattung spezialisiert. Mein Ziel ist es, komplexe Themen verständlich zu machen und die Perspektiven der Menschen sichtbar zu machen.