Ein 24-jähriger Mann wurde von der Polizei in Paris, Frankreich, festgenommen. Er steht im Verdacht auf fahrlässige Tötung im Zusammenhang mit den vier in den letzten Tagen in den Gewässern der Seine gefundenen Leichen. Die Leichen wurden in der vergangenen Woche im Fluss entdeckt, doch erst in den letzten Stunden gelang es den Behörden, den Kreis um den mutmaßlichen Täter enger zu ziehen.
Frankreich, vier Leichen in der Seine: Verdächtiger festgenommen
Der Festgenommene ist ein 24-Jähriger mit algerischer Herkunft; die Staatsanwaltschaft ließ verlauten, dass der Verdächtige möglicherweise weitere Morde mit unterschiedlichen Methoden begangen haben könnte. Die Pariser Behörden gaben keine weiteren Details bekannt und verwiesen auf laufende Ermittlungen.
Der Hinweis kam am 13. August aus dem Pariser Vorort Choisy-le-Roi: Ein Pendler in einem Zug bemerkte eine Leiche, die im Flussbett der Seine trieb, und alarmierte die Polizei. Die Beamten vor Ort, unterstützt von der Wasserpatrouille, machten daraufhin den grausigen Fund und bargen vier Leichen, die offenbar seit Tagen im Wasser lagen. Eine der Leichen war unter Wasser versunken, eine schwamm am Rand des Ufers, eine dritte hatte sich in Ästen verfangen, und die vierte war von der Strömung fortgetragen worden.
Anzeichen von Erwürgung und Verletzungen an den Leichen
Laut der französischen Zeitung Le Parisien stammen alle Opfer aus nordafrikanischer bzw. afrikanischer Herkunft. Die Ermittlungen ergaben, dass eines der Opfer erwürgt worden war und ein weiteres Zeichen schwerer Verletzungen aufwies. Bislang wurden keine Details zu den noch nicht beschriebenen zwei Opfern veröffentlicht, und die Ermittler deuteten bislang keinen eindeutigen Zusammenhang zwischen den vier Fällen an.