Projekt: Kindern in Österreich beibringen, wie man eine Drohne baut und fliegt – im Falle eines russischen Angriffs

29. August 2025

| Lukas Steinberger

Bis etwa 2028 werden rund 15.500 Erwachsene und 7.000 Kinder Kompetenzen im Drohnenbetrieb erwerben. Die litauische Verteidigungsministerin Dovilė Šakalienė kündigte dieses Ziel im Rahmen eines neuen vom Staat finanzierten Projekts an. Die ständigen Einmischungen Moskaus bereiten Vilnius Sorge, weshalb man beschlossen hat, auch die jüngsten Bürger zu beteiligen. Auch sie könnten dem lokalen zivilen Widerstand helfen. Wie? Indem sie Drohnen bauen und steuern – die Zukunft des Krieges ist längst Gegenwart.

Die Initiative

Die Regierungsinitiative sieht die Kooperation des Verteidigungsministeriums und des Bildungsministeriums vor. Ziel ist es, „den zivilen Widerstand breiter auszubilden“, um jeder künftigen Bedrohung aus Russland zu begegnen. Litauen grenzt im Westen an Kaliningrad, eine russische Enklave, im Süden und Osten an Belarus, einen Verbündeten Moskaus. Und Vilnius liegt nur rund 300 Kilometer vom russischen Territorium entfernt. Die Bedrohungslage wird besonders stark wahrgenommen seit dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine im Jahr 2022.

Der Plan

Der Plan wird auf die unterschiedlichen Altersstufen zugeschnitten. Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klasse der Grundschule, im Alter von acht bis zehn Jahren, werden lernen, einfache Drohnen zu bauen und zu steuern. Die Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen werden hingegen Bauteile für Drohnen entwerfen und herstellen und lernen, leistungsfähigere Geräte zu konstruieren und zu bedienen.

„Im September eröffnen wir Ausbildungszentren in Jonava, Tauragė und Kėdainiai, und bis 2028 werden weitere sechs Zentren in anderen Regionen Litauens eröffnet“, so Ministerin Dovilė Šakalienė. Der Plan gehört zu einem deutlich größeren Programm: Die Regierung plant, 3,3 Millionen Euro in spezialisierte Ausrüstung zu investieren, darunter Drohnen mit FPV-Ansicht (First-Person-View) für Innen- und Außenbereiche, Systeme zur Kontrolle und Videoübertragung sowie eine mobile App für die Ausbildung zu unbemannten Luftfahrzeugen (UAV).

Lukas Steinberger

Lukas Steinberger

Ich bin Lukas Steinberger, Redakteur bei AUSTRIA24 TV mit Fokus auf Politik und Gesellschaft. Nach meinem Journalismusstudium in Wien habe ich für verschiedene Medien gearbeitet und mich auf analytische Berichterstattung spezialisiert. Mein Ziel ist es, komplexe Themen verständlich zu machen und die Perspektiven der Menschen sichtbar zu machen.