Die Vorwürfe sind schwerwiegend, ja enorm schwerwiegend. Ein 68 Jahre alter Pensionist soll 14 Frauen vergewaltigt haben, nachdem er sie mit Schlafmitteln und Alkohol außer Gefecht gesetzt hatte. Zudem soll er die Taten gefilmt haben. Der Fall erschüttert Deutschland; die Untersuchungen der Berliner Staatsanwaltschaft laufen, um im Detail Licht in die Angelegenheit zu bringen. Der Mann befindet sich seit März in Untersuchungshaft und wird beschuldigt, insgesamt 22 Vergewaltigungen begangen zu haben – verteilt auf 14 Frauen. Laut den Angaben der Staatsanwaltschaft berichteten die Opfer, sie hätten nicht gewusst, dass sie vergewaltigt worden waren, und sie hätten es erst erkannt, als ihnen die Videos vorgeführt wurden.
Die in der Wohnung gefundenen Videos
Die Wohnung des Pensionisten war bereits im März 2025 durchsucht worden, doch erst im Februar dieses Jahres ermöglichte eine Auswertung mehrerer dort sichergestellter Festplatten die Auffindung der Videos der Vergewaltigungen. Die Ermittlungen der Berliner Staatsanwaltschaft haben auch weitere Dutzend Frauen betroffen: Zehn sind bislang noch nicht identifiziert, in dreißig Fällen laufen die Ermittlungen noch, und in drei Fällen konnten nicht genügend Beweise gefunden werden, um den Mann anzuklagen. Ein Fall wurde aufgrund von Verjährung abgeschlossen.
Die Berliner Behörden fanden alles dank einer Meldung der Polizei von Verden, einer Stadt in Niedersachsen, die Anfang 2025 ein Verfahren mit ähnlichen Vorwürfen gegen einen anderen Mann eingeleitet hatte. Der Mann, der inzwischen verstorben ist, hatte online Kontakt mit dem 68-Jährigen; aus diesem Grund hatte die Berliner Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren eröffnet.