Malaria-Alarm am Frankfurter Flughafen in Deutschland. Ein Mitarbeiter der Betreibergesellschaft Fraport, die den Flughafen betreibt, ist infolge der Infektion gestorben, und weitere fünf Mitarbeitende wurden infiziert. Laut Fraport soll die Übertragung von Mücken ausgegangen sein, die sich an Bord eines Flugzeugs befanden. Es wurden Protokolle zum Schutz der öffentlichen Gesundheit aktiviert.
Malaria-Alarm am Frankfurter Flughafen
Die Fälle wurden vom Robert-Koch-Institut bestätigt, dem deutschen Bundesinstitut, das für Überwachung und Prävention von Infektionskrankheiten zuständig ist, und erklärt, dass Kontrollen und Sicherheitsmaßnahmen am Flughafen verstärkt wurden. Die Infektionen lassen sich auf Mücken zurückführen, die „importiert“ wurden, indem sie sich in der Kabine oder in Gepäckstücke aus Risikogebieten befanden. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch wird ausgeschlossen.
Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts handelt es sich bei der sogenannten „Flughafenmalaria“, wie sie in Frankfurt aufgetreten ist, um eine außerordentlich seltene Infektionsform außerhalb der sogenannten Endemiegebiete, und sie geht davon aus, dass Mücken über Fracht- oder Passagierflugzeuge in andere Kontinente transportiert werden.
Ein Mitarbeiter des Frankfurter Flughafens ist nach einer Malaria-Infektion gestorben. Insgesamt haben sich sechs Beschäftigte mit der Krankheit angesteckt, ausgelöst durch eine eingeschleppte Mücke.https://t.co/voRlKGGCZS
— airliners.de (@airliners_de) August 26, 2026
Malaria
Malaria ist eine infektiöse Erkrankung, verursacht durch einen Protozoen der Gattung Plasmodium, der durch den Stich einer Anopheles-Mücke auf den Menschen übertragen wird. Sie tritt vor allem in tropischen Ländern auf. Die Inkubationszeit liegt in der Regel zwischen einer und vier Wochen. Sie ist vermeidbar und behandelbar.
Die Infektion wird nicht von Mensch zu Mensch übertragen. Gelegentlich kann eine Übertragung durch eine Bluttransfusion, eine Organtransplantation, das gemeinsame Benutzen von Nadeln oder von der Mutter auf den Fötus erfolgen.
In Italien ist sie seit den 1950er Jahren verschwunden, und die jährlich in unserem Land auftretenden Malariafälle stehen nach wie vor überwiegend in Zusammenhang mit Personen, die in malariabetroffene Länder gereist sind. Aufgrund der hohen Zahl importierter Fälle in Europa bleibt Malaria primär ein Problem der Reisemedizin.