Penalva do Castelo, eine Gemeinde mit rund 9.000 Einwohnern im Bezirk Viseu im Norden Portugals, hat die Justizpolizei (Polícia Judiciária, PJ) 278 Kunstwerke und archäologische Objekte entdeckt und sichergestellt, die vom Neolithikum bis ins 20. Jahrhundert reichen. Die Entdeckung erfolgte in dem Wohnhaus eines älteren US-Amerikaners, der im Jahr 2024 gestorben ist. Sein Haus war wie ein echtes Museum eingerichtet: Man konnte Gemälde sehen, die dem deutschen Maler Albrecht Dürer, dem französischen Pierre Bonnard sowie den spanischen Künstlern Pablo Picasso und Joan Miró zugeschrieben wurden. Werke von insgesamt 27 bedeutenden Künstlern.
Portugiesische Polizei hat 278 Kunstwerke und Artefakte beschlagnahmt, darunter Gemälde, die möglicherweise von Pablo Picasso und Joan Miró stammen, in einem Haus in Zentralportugal nachdem der frühere Butler des verstorbenen Eigentümers versucht hatte, einige auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen https://t.co/6OnXLo3GEq pic.twitter.com/DtYAiIfDuY
— Reuters (@Reuters) 24. April 2026
Nun laufen die notwendigen Ermittlungen. Der amerikanische Eigentümer, der seit mehreren Jahren aus Spanien nach Penalva do Castelo gezogen war, war in der Sammlerwelt nicht bekannt, und es gibt starke Hinweise darauf, dass er als Vermittler internationaler krimineller Organisationen fungierte, die sich dem Handel mit Kunstwerken widmen.
Die Verdachtsmomente gegen den Hausdiener
Fakt ist, dass die Beschlagnahme durch die Behörden gerade rechtzeitig kam, um zu verhindern, dass der ältere portugiesische Hausdiener damit begann, einen Teil dieses Vermögens zu verkaufen, das rechtlich den Erben des Eigentümers zustehen würde, sich aber derzeit unter Beschlagnahme befindet und analysiert wird. Der Mann wird wegen Unterschlagung und Geldwäsche verdächtigt.
Zur Mitarbeit in der Untersuchung wurden Experten des Nationalmuseums Machado de Castro in Coimbra hinzugezogen, die an den Recherchen beteiligt waren und nun Herkunft und Echtheit aller gefundenen Werke feststellen müssen.