Greta und die wahren Märchen: Ein ökologisches Märchen, das den Klimawandel schon den Jüngsten erzählt. Doch Sabrina Impaciatore strahlt am deutlichsten.
Wenn sie dabei ist, fällt sie einfach auf: In „Greta und die wahren Märchen“ – das seine Premiere beim Giffoni-Festival feierte und am 6. August in den Kinos mit Vision Distribution startet – wird sie zum eigentlichen Mehrwert eines Films, der darauf abzielt, den Klimawandel den Jüngsten näherzubringen. Ihre Darstellung der Valentina, einer Frau, die von Social Media, Erscheinung, Geld und extravagannten Looks besessen ist, ist außergewöhnlich und bestätigt das komische Talent einer Schauspielerin, die man öfter im Kino und im Fernsehen sehen sollte.
Ein Talent, das in den letzten Jahren Amerika erobert hat und das nun endlich zu einem der führenden Namen im großen Bildschirm und im Fernsehen auf internationaler Ebene geworden ist.
Im Cast auch Raoul Bova, Angela Finocchiaro, Sara Ciocca, Darko Peric (La casa di carta) und Federico Casari (Tutto chiede salvezza).
Eine italienische Komödie über das Klima – nicht nur für die Kleinen
Der Film ist in seinem Stil eine klassische italienische Komödie, inhaltlich aber modern. Die Geschichte begleitet das Publikum auf eine märchenhafte Reise, um einen Eisbärenjungen zu retten, und macht dabei auf den Klimawandel, die Bedeutung der getrennten Müllsammlung, den Schutz der Tierarten und der Umwelt aufmerksam. Und das durch die Augen eines Mädchens, Greta, dargestellt von der wunderbaren Sara Ciocca. Es orientiert sich an Greta Thunbergs Umweltkämpfen und versucht, die Welt für ihre Generation zu verändern – aber auch für die ihrer Eltern, die sich inzwischen aus dem Kampf zurückgezogen haben.
Es geht nicht nur um die Umwelt, sondern es werden auch Themen wie das Verhältnis von Eltern und Kindern, Adoption, soziale Medien, die Oberflächlichkeit der gegenwärtigen Gesellschaft, die von Geld und Erscheinung besessen ist, vertieft. Doch vor allem geht es um Träume.
Sabrina Impaciatore glänzt und schenkt uns den amüsantesten Charakter
Aber jenseits der Inhalte ist Sabrina Impaciatore der wahre Höhepunkt des Films: Sie spielt neben dem strahlenden Darko Peric (Helsinki aus La casa di carta) und verkörpert die frechste, witzigste und interessanteste Figur des Films: eine exzentrische Frau, besessen von ihrem Image und von Social Media. Und neben den verrückten Outfits, die Sabrina trägt, und all ihren Schrullen könnt ihr euch auf Gelächter gefasst machen, denn ihre Pointen (oft unangenehm) sind das komischste, stärkste und unvergesslichste Element der Erzählung.
Der mit KI realisierte Bär ist die einzige Störnote des Films
Die einzige Störnote des Films ist der Einsatz künstlicher Intelligenz zur Erschaffung des Bärenjungen, der Protagonist der Geschichte ist. Eine Entscheidung, die bedauerlicherweise dem Können der Schauspieler und der Bedeutung der behandelten Themen nicht gerecht wird und als wenig glaubwürdig empfunden wird. Eine Schade für einen Film mit gutem Potenzial.
Daher sollt ihr „Greta und die wahren Märchen“ ins Kino schauen. Geht mit euren Kindern, damit ihr selbst reflektieren könnt und sie zum Nachdenken über die Bedeutung der Zukunft unseres Planeten anregt. Aber vor allem solltet ihr es für Sabrina Impaciatore tun, denn ihr Elan, ihr Talent und ihre Bühnenpräsenz tragen einen Film, der andernfalls nicht dieselbe Kraft gehabt hätte.
Bewertung: 7
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