Eine schlechte Nachricht reiht sich an die andere. In Deutschland hält die Krise der Automobilbranche an. Die Bestätigung kommt aus den heute vom Statistischen Bundesamt (Destatis) veröffentlichten Zahlen, die eine beunruhigende Realität abbilden: Am Ende des dritten Quartals 2025 lagen die Beschäftigten in der Automobilwelt um beachtliche 48.700 Personen gegenüber dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres gesunken. Prozentual betrug der Rückgang 6,3 Prozent.
Die Krise der Automobilindustrie in Deutschland
Ende September belief sich die Beschäftigtenzahl in der Branche auf 721.400 – der niedrigste Stand seit 2011, als rund 718.000 Menschen dort beschäftigt waren. In dieser Zahl sind auch Unternehmen enthalten, die sich mit der Bauteilherstellung beschäftigen. Zum Vergleich: Im verarbeitenden Gewerbe arbeiten rund 5,43 Millionen Menschen, und im gleichen Zeitraum sank die Belegschaft um 2,2 Prozent.
Die Krise der Automobilindustrie hat mehrere Ursachen: Die Schwierigkeiten der deutschen Marken auf dem chinesischen Markt, von Trump verhängte Zölle, die hohen Energiekosten und der schleppende Einstieg in die Elektromobilität. Einen Ausweg aus diesem Schlamassel zu finden, ist nicht leicht. Man könnte sagen, es regnet weiterhin auf dem ohnehin nassen Markt.
MAN wird 2.300 Arbeitsplätze streichen (aber niemanden entlassen)
Genau heute berichten die deutschen Medien, dass der Nutzfahrzeughersteller MAN Truck & Bus angekündigt hat, die Belegschaft in den kommenden zehn Jahren um 2.300 Stellen abzubauen. Das Unternehmen betont, dass keine Kündigungen vorgesehen seien, aber pensionierte Mitarbeitende nicht ersetzt würden. Das Stammwerk des Herstellers in München wird am stärksten betroffen sein, mit einem Verlust von 1.300 Arbeitsplätzen, gefolgt vom Werk Salzgitter mit 600 und Nürnberg mit 400.
Ein Unternehmenssprecher erklärte, MAN müsse sich an die anhaltende Schwäche des Lastwagenmarktes in Deutschland anpassen und warnte davor, dass die hohen Kosten für Strom und Arbeitskraft sowie der wachsende Druck asiatischer Wettbewerber die Ergebnisse der Gruppe belasten.