Alba Parietti musste den Notruf 112 wählen: Ein Junge hat sich unter ihr Auto geworfen – 12 Minuten Wartezeit, eine Ewigkeit

17. September 2026

| Lukas Steinberger

Spannungsmomente für Alba Parietti, Protagonistin einer unglücklichen Begegnung in Mailand auf dem Heimweg von einem Abend mit Freunden. Die bekannte Fernsehpersönlichkeit sah sich am Wochenende mit einem Vorfall konfrontiert, der sie stark verunsichert hat.

Ein Jugendlicher trat plötzlich vor ihr Fahrzeug und verhielt sich „aus Spiel- oder Wettkampfgründen, ich weiß nicht genau“, wie sie es in den sozialen Medien schildert, „vor mein Auto“. Ein Schreck, der Parietti dazu veranlasste, sofort die Rettungskräfte zu rufen, doch stieß sie dabei auf eine am Telefon empfundene, unerträgliche Wartezeit, die eine scharfe öffentliche Debatte über das Notfallmanagement und die urbane Sicherheit auslöste.

Der Bericht von Alba Parietti und die Angst im Auto

Die Fakten: Die TV-Figur befand sich in Mailand, auf dem Heimweg von einem Abend mit Freunden, als ein Jugendlicher „offensichtlich aus Spiel-/Wettbewerbsgründen vor meiner Maschine“ auftauchte, berichtet sie über Social Media.

Parietti bremst, während der Junge „vor ihr steht, sie anschaut und beginnt, sich zu dehnen“ bzw. „Piep- bzw. Streckbewegungen“ macht. Die Szene erschreckt die Showlady nicht nur, weil „dieses Spiel das Leben kosten könnte“, sondern auch, weil sie oder jeder andere, der zu diesem Zeitpunkt in diesem Auto saß, unfreiwillig zu „einem Mörder eines Idioten werden könnte, der am Samstagabend solche dummen Streiche macht“.

„Ich habe 9 Milliarden von Berlusconi abgelehnt, wir hatten unterschiedliche Ansichten, aber wir haben uns gern“: der Erinnerungsblick (mit neuem Hintergrund) von Alba Parietti 

Der Anruf bei 112 und die Kritik an den Wartezeiten

Parietti wählt sofort 112, aber es läuft nicht wie geplant: „Mir antwortet eine sehr freundliche Operatorin, die mir sofort zuhört. Ich erkläre alles und sie setzt mich in eine Warteschleife von ca. 4 Minuten und 30 Sekunden. Ich werde ungeduldig und rufe erneut an“.

Beim zweiten Mal antwortet diesmal ein anderer Operator, mit dem sie sich über die lange Wartezeit beklagt: „Es ist Samstagabend, daher gibt es Notfälle überall, folglich ist es nicht möglich, sofort zu antworten“, so wird Alba mitgeteilt. Sie muss diesmal 12 Minuten warten, bevor sie erklären kann, was vor ihren Augen geschieht: „Ich hätte selbst in Gefahr sein können, werde erneut in die Warteschleife gesetzt. In diesen 12 Minuten habe ich gewartet, aber stellen Sie sich vor, es gäbe eine große Dringlichkeit. […] Man rief mich später zurück, ich habe alles exakt erklärt“.

„Hier besteht kein Zweifel: Die Personaldecke der Notrufstellen muss sofort erweitert werden, insbesondere an den abends kritischsten Tagen wie dem Samstagabend“, schreibt Parietti zu dem Clip, der auf Instagram geteilt wurde. Und sie ergänzt: „Zwölf Minuten können eine Ewigkeit sein, wenn eine Person in Gefahr ist“.

Der Aufruf für Sicherheit und Gerechtigkeit: „Mehr Ressourcen sind nötig“

Parietti hebt das Problem des Personalmangels im Bereich Notfallbewältigung hervor. „Es muss unbedingt an den sensiblen Tagen und Zeiten personell aufgestockt werden“, lässt sie wissen, und erweitert den Diskurs: „Auch die Regelungen, die in Fällen einer Festnahme wegen versuchter Gewalt gegen Frauen oder ähnlicher schwerer Straftaten es dem Täter allzu oft ermöglichen, schnell wieder frei zu kommen und weiter Straftaten zu begehen, müssen sofort geändert werden“.

Also der Appell: „Mehr Ressourcen, mehr Personal, mehr Präsenz vor Ort und gesetzliche Instrumente, die Polizei und Justiz wirklich handeln lassen. Denn es geht nicht um Taxis oder um Reservierungen für den Samstagabend. Es geht um Sicherheit, um Notfälle und, vor allem, um Menschenleben“. „Wir fordern dies mit größter Dringlichkeit: Sicherheit muss wieder zur absoluten Priorität dieses Landes werden“, schließt sie.

„Ich geh in Rente, weil ich seit meinem 14. Lebensjahr Beiträge zahle. Ich zahle gerne Steuern, aber es gibt eine Sache, die mich ärgert“: so Alba Parietti 

Unter dem Video von Alba Parietti

...
...

Lukas Steinberger

Lukas Steinberger

Ich bin Lukas Steinberger, Redakteur bei AUSTRIA24 TV mit Fokus auf Politik und Gesellschaft. Nach meinem Journalismusstudium in Wien habe ich für verschiedene Medien gearbeitet und mich auf analytische Berichterstattung spezialisiert. Mein Ziel ist es, komplexe Themen verständlich zu machen und die Perspektiven der Menschen sichtbar zu machen.