Schock in Frankreich. Ein 14-jähriges Mädchen namens Chloé wurde auf dem Weg zur Schule in der Kleinstadt Fère-en-Tardenois, im Département Aisne, im Nordosten des Landes, durch mehrere Stichverletzungen am Hals erstochen. Die Tat, die die gesamte Gemeinschaft erschütterte, ereignete sich gestern Morgen, am Mittwoch, dem 6. Mai, kurz nach 8 Uhr, nicht weit vom Schulstandort des Opfers entfernt, dem Collège Anne-de-Montmorency.
Getötet, als sie zur Schule ging
Wie von der örtlichen Staatsanwaltschaft mitgeteilt, starb die Jugendliche vor dem Eintreffen der Rettungskräfte an schweren Stichverletzungen, von denen viele Hals- und Brustbereiche betrafen. Am Abend des gestrigen Tages nahm die Polizei einen 23-jährigen Mann fest, der mutmaßlich der ehemalige Freund der 14-Jährigen ist, er sei arbeitslos und lebt bei seinen Eltern.
Die Festnahme und das Geständnis
Die Staatsanwaltschaft von Soissons hat eine Ermittlung wegen Mordes eingeleitet, doch französische Medien berichten, dass der 23-Jährige den Ermittlern der Abteilung für Ermittlungen in Amiens gestanden haben soll, die Tat begangen zu haben. Das Verhältnis zwischen den beiden muss noch geklärt werden, doch mehrere Zeugenaussagen deuten darauf hin, dass der Verdächtige eine Beziehung zur Opfer, neun Jahre älter als sie, hatte. Ein Klassenkamerad des Mädchens berichtete, dass Chloé nach dem Beenden der Beziehung mit dem 23-Jährigen Drohungen erhalten habe. Nachrichten mit dem Text: „Wenn ich dich sehe, töte ich dich.“
Gemeinde stand unter Schock
Die Gemeinde steht unter Schock, und es wurde eine psychologische Unterstützungsstelle für Schülerinnen und Schüler sowie das Schulpersonal eingerichtet, die heute Morgen, Donnerstag, dem 7. Mai, wieder den Unterricht aufnahm und jene begrüßte, die dennoch dem Unterricht folgen wollten. Die Schulbehörde betonte, dass sie Teams von Mitarbeitern gebildet hat, die vom Bildungsministerium geschult wurden, um den Wiedereinstieg in den Unterricht sowie die erste Unterrichtseinheit nach der Rückkehr zu beaufsichtigen. „Es ist sehr schwierig – erklärte die Mutter einer Schülerin gegenüber französischen Medien –, es ist absolut schrecklich. Heute habe ich meine Töchter selbst zur Schule begleitet, obwohl sie normalerweise den Bus nehmen. Sie kannten Chloé sehr gut.“ Am Ort wurden zudem der Präfekt des Aisne-Departements, Fanny Anor, und der Rektor der Akademie von Amiens, Pierre Moya, gesehen, ohne dass sie öffentlich Stellung nahmen.