In Stutensee, im Bundesland Baden-Württemberg, Deutschland, drohte eine Katastrophe. Ein Mieter eines Mehrfamilienhauses rief den Notruf, weil er starke Kopfschmerzen verspürte. Als die Sanitäter vor Ort eintrafen, erkannten sie rasch, dass die Lage viel gravierender war als erwartet.
Die Rettungskräfte
Der Alarm ging am 25. Oktober um 16:20 Uhr aus. Die Sanitäter wurden wegen eines medizinischen Notfalls in einem Mehrfamilienhaus in der Rumpelstilzchenweg-Straße im Stadtteil Büchig gerufen.
Während der Rettungsarbeiten schlugen jedoch plötzlich die Kohlenmonoxid-Melder der Einsatzkräfte an: das unsichtbare, geruchlose Gas hatte sich im gesamten Haus ausgebreitet. Weitere Einsatzteams wurden umgehend alarmiert und das Gebäude evakuiert.
Insgesamt wurden acht Personen mit Verdacht auf eine Kohlenstoffmonoxid-Vergiftung ins Krankenhaus gebracht. Darunter zwei Rettungskräfte des Deutschen Roten Kreuzes. Nach Polizeiangaben befinden sich zwei Bewohner in kritischem Zustand.
Die Hypothese
Wie Bild berichtet, belüfteten die Feuerwehrleute das Gebäude, um das in den Zimmern vorhandene tödliche Gas zu verteilen. Kurz darauf suchten sie nach der Ursache der Leckage. Laut Polizei soll ein Vogel das Abgasrohr der Gasheizung blockiert haben. Dadurch konnten die Verbrennungsgase nicht mehr ordnungsgemäß entweichen und drangen in die Wohnungen ein. Ein Sprecher der Feuerwehr konnte nicht genau sagen, um welche Vogelart es sich gehandelt habe.