Ein Nachmittag im Zeichen von Fest und Sport, der sich durch eine plötzliche Windböe in eine Tragödie verwandelte. Ein siebenjähriges Kind namens Jean Kylian Essombe starb während eines Jugendfußballturniers im Sportzentrum von Hamme in Belgien, während es in einer aufblasbaren Burg spielte, die für die Veranstaltung im belgischen Gemeindegebiet aufgebaut worden war.
Der Vorfall in Belgien
Die Tragödie ereignete sich am Samstag, dem 9. Mai. Nach ersten Rekonstruktionen und Aufnahmen von Zeugen, die am Spielfeldrand anwesend waren, schien das Turnier regulär verlaufen zu sein, als gegen 15:30 Uhr eine heftige und plötzliche Windböe den Spielbereich traf. Die aufblasbare Burg, wenige Meter vom Spielfeld entfernt positioniert, um die jüngeren Geschwister der kleinen Fußballer zu unterhalten, wurde buchstäblich aus dem Boden gerissen und hob sich mehrere Meter in die Höhe.
Die schreckliche Dynamik
Der kleine Jean Kylian, der sich in der Anlage befand, wurde heftig in die Luft geschleudert, bevor er wieder zu Boden stürzte. Trotz des sofortigen Eingreifens der Rettungskräfte und des notärztlichen Transports ins Krankenhaus erweisen sich die Verletzungen als tödlich: Das Kind starb einige Stunden später. Auch drei weitere Kinder, die während des Vorfalls verletzt wurden, wurden wegen medizinischer Abklärungen ins Krankenhaus gebracht.
Die Ermittlungen
Ein Amateurvideo, das nun von den belgischen Behörden geprüft wird und von der Nachrichtenagentur Newsflash übernommen wurde, zeigt die Augenblicke unmittelbar vor der Tragödie. In den Bildern ist die aufblasbare Burg unter den ersten Böen deutlich zu sehen, wie sie sich stark schwankend bewegt und dann mitgenommen wird. Die Staatsanwaltschaft vor Ort hat eine Untersuchung eingeleitet, um zu klären, ob das Bauwerk ordnungsgemäß verankert war und ob alle Sicherheitsvorschriften für öffentliche Open-Air-Veranstaltungen eingehalten wurden.
Die Beileidsbekundungen
Die Nachricht hat die gesamte Gemeinde Hamme erschüttert. Das Turnier wurde sofort ausgesetzt und der Bürgermeister hat Trauer in der Stadt ausgerufen. „Es ist eine Tragödie, die das Herz unserer Gemeinschaft trifft“, erklärten die Organisatoren des Turniers, noch immer unter Schock. Jean Kylian wurde von allen als sonniges Kind mit großer Leidenschaft für Fußball beschrieben, dieselbe, die ihn an jenem Sonntag aufs Feld getragen hat. Dieser tragische Vorfall eröffnet eine internationale Debatte über die Sicherheit von aufblasbaren Strukturen, scheinbar harmlose Bauwerke, die jedoch bei ungünstigen Wetterbedingungen zu tödlichen Fallen werden können, wenn sie nicht entsprechend gesichert sind.
Außerdem veröffentlichte der veranstaltende Verein des Turniers, VW Hamme, eine Beileidsbekundung in den sozialen Medien. „Die Rettungsdienste waren bereits vor Ort, und auch einige Eltern mit medizinischer Ausbildung sind sofort eingeschritten – erklärte Geschäftsführer Peter De Vylder. Als Verein hoffen wir, dass so etwas niemals wieder passiert.“