Während die Debatte darüber, was am Arbeitsplatz und in öffentlichen Kontexten, im Urlaub, am Strand oder einfach in der Freizeit angebracht ist, heiß und leidenschaftlich geführt wird, scheint sich ein „Alles-gilt“-Prinzip durchzusetzen. Wenn Plastik-Badeschlappen – mit oder ohne weiße Socken – inzwischen zum gemeinschaftsbildenden Merkmal (im Sinne des schlechten Stils) verschiedener Generationen von Männern geworden sind, scheinen Frauen immer stärker bemüht zu sein, das, was einst als Möbeldeko gedacht war, in Kleidung zu verwandeln.
Der Sommer 2026 ist zweifellos von gehäkelten Spitzen, Tischdecken und bestickten Vorhängen geprägt – wunderschön – die die Schubladen von Großtanten, Tanten und Müttern verlassen haben, um zu Tops, Röcken und Kleidern kombiniert zu werden, die sich, man muss es sagen, in manchen Fällen durchaus lohnen.
Wie bei allem Stil lässt sich eine Gewissheit festhalten: Nichts wird geschaffen, nichts wird zerstört, und alles kehrt wieder. Mode ist ein ständiger Kreislauf und ein riesiges Archiv, aus dem man mit neuem Bewusstsein schöpfen kann.
Will man einen Ratgeber für die Wochen bis September erstellen, hier ist, was auf keinen Fall fehlen sollte – und ihr habt noch Zeit, es zu kaufen oder zu recyceln – in diesem heißen Sommer in Österreich.
Für die Frauen
Vintage-Häkelarbeiten und Stickereien
Strickarbeiten werden schick. Kleidungsstücke aus Häkelarbeiten, Spitzen und von Hand gearbeiteten Details erobern Kleider, Tops und Strandüberwürfe. Der Flair ist nostalgisch, der Look elegant, aber lässig. Perfekt vom Strandabschnitt bis zum Aperitif. Beispiele: Selena Gomez und Elena D’Amario.
Wie aus der „Oma-Schürze“ chic geworden ist

Hotpants
Beine im Vordergrund. Ultraflach, kühn und hoch tailliert: Hotpants kehren zurück (aber Vorsicht beim Sitzen, besonders in öffentlichen Verkehrsmitteln). Sie werden in Denim für einen lässigen Look getragen oder in feinem Stoff mit einer Oversize-Jacke kombiniert, um die Wirkung abzuschwächen. Beispiele: Giulia Stabile und Cecilia Rodríguez.
Das Koordinatenset
Nichts zu kombinieren – das Co-ord-Set übernimmt. Das stärkste Ensemble der Saison besteht aus einer maßgeschneiderten Weste und einer fließenden Hose, idealerweise einfarbig und aus Naturfasern. Elegant, sauber und blitzschnell tragbar. Beispiele: Cecilia Rodríguez und Cristina Marino.

Cotone e lino per le camicie e non solo
I tessuti naturali sono i re del caldo. Il lino si porta stropicciato con eleganza, in tagli scivolati: camicie oversize lasciate aperte, pantaloni palazzo freschissimi e abiti spolverino. Traspirante, senza sforzo e di grande stile. L’esempio di Ilary Blasi.
Paglia e rafia
L’intreccio naturale è il vero must-have. Non solo nelle classiche borse da spiaggia, ma anche su ciabattine, cappelli a tesa larga, cinture e borse da sera soprattutto in formato secchiello. Danno subito quell’aria di vacanza, anche in città. Gli esempi di Ilary Blasi, Belén Rodríguez e Cecilia Rodríguez.

Abiti lingerie e trasparenze boho
Die Zartheit des Slip-Dresses in Seide oder Satin bleibt zeitlos. Dieses Jahr wird es durch Spitze, zarte Rüschen und boho-chic inspirierte Transparenzen verfeinert. Tagsüber mit flachen Sandalen, abends mit hohen Schuhen getragen. Beispiele: Cristina Marino, Alessia Lanza, Valentina Ferragni und Natalia Paragoni.


Dettagli metal e toni „giallo burro“
I colori della stagione sono delicati, su tutti il giallo burro e i toni pastello. Per la sera, però, la palette si accende: sandali, borse e gioielli si tingono di riflessi metallizzati, dorati e „liquidi“ per far risaltare l’abbronzatura. Gli esempi di Elodie e Alessia Lanza.

Für die Männer
Wenn für die Frauen das Motto Freiheit alle Türen öffnet, spielt bei den Männern die Mode ein anderes Spiel. Laut L’Officiel hätte Pyjama-Dressing die Saison erobern sollen. Auf den Laufstegen und in äußerst schicken Resorts mag das stimmen, doch im Alltag fällt es dem gewöhnlichen Mann schwer, Seidenstoffe außerhalb des Schlafzimmers zu tragen.
Weniger Pyjamas, dafür deutlich mehr Farbe und Bodenständigkeit. Der männliche Sommer bewegt sich auf zwei parallelen Linien. Der Evergreen aus Leinen und Baumwolle: Ein großer Klassiker, der nie aus der Mode kommt, interpretiert in Anzügen in gedämpften Tönen oder in der unschlagbaren Kombi aus offenem Hemd und Bermuda. Und der Country-Club-Core: Hosen mit weichen Schnitten und Oversize-Passform, in der Taille mit Gürtel (oft farbenfroh) zusammengehalten und mit locker fallenden T-Shirts kombiniert.
Auf der Bühne dominiert eine sportliche, entspannte und leicht vintage-inspirierte Ästhetik: Polohemden, gestreifte Rugby-Shirts und sehr leichte, lockere Jacken sind erlaubt, für eine legere Eleganz, die sich nicht zu ernst nimmt. Und es fehlen auch die Koordinatensets aus Shorts und T-Shirt nicht, ergänzt durch Sportschuhe.

