Sechzig Boote sind bereit, Ceuta zu erreichen. Es handelt sich um die „Armada der Solidarität“, eine von einer Gruppe Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmerinnen und Unternehmer initiierte Aktion, um den Einwohnerinnen und Einwohnern der nordafrikanischen Exklave Ceuta, Schauplatz der Migrationskrise der letzten Wochen, Nähe und Unterstützung zu zeigen.
Hinter der Initiative stehen der ehemalige Abgeordnete von Ciudadanos, Marcos de Quinto, der Rechtsanwalt und Graf von Ripalda Amalio de Marichalar, Kritiker der Regierung von Pedro Sánchez, und der Unternehmer Pedro Rodríguez.
Die „Armada der Solidarität“ für Ceuta
Der Termin „x“ ist Samstag, der 29. August. Im Wesentlichen handelt es sich um eine Seereise, die Skipper und Boote aus mehreren Häfen der Costa del Sol in Spanien mit Ceuta als Ziel zusammenführen wird. Die Initiative war zunächst für den 23. August vorgesehen, wurde aber aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen verschoben.
Die Organisatoren haben spanische Navigatorinnen und Navigatoren dazu aufgerufen, mit dem Slogan „Vereint für Ceuta, vereint für Spanien“ teilzunehmen, um den Einwohnerinnen und Einwohnern von Ceuta eine „Botschaft der Solidarität, des Respekts, der Bewunderung und der Unterstützung“ zu übermitteln und die Bindungen zwischen den beiden Ufern der Meerenge zu stärken. Man rechnet mit der Teilnahme von etwa 60 Booten.
Die Unruhen in Ceuta
Die Initiative fällt in eine schwierige Phase. Ungefähr 5.000 Migrantinnen und Migranten befinden sich noch in Ceuta, nachdem Ende Juli mehr als 72.000 Menschen hereingekommen waren. Die Zahlen nannte der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska bei einer Anhörung im spanischen Parlament zur Bewältigung der Migrationskrise.
In den letzten Stunden zündete eine Gruppe Demonstrantinnen und Demonstranten die Zelte der Migrantinnen und Migranten am Strand von Benítez an und versuchte, die Lastwagen des Roten Kreuzes zu blockieren, die Migrantinnen und Migranten mit Essen und Wasser versorgen.