Bevor es kalt wird: Jetzt prüfen, wie Sie Ihr Zuhause warm halten und Heizkosten in Österreich senken

30. Oktober 2026

| Lukas Steinberger

Der Herbst ist endgültig angekommen, und die niedrigeren Temperaturen bringen uns bereits zum Nachdenken darüber, wie wir unser Zuhause wärmer machen können, ohne die Rechnungen in die Höhe zu treiben. Man muss kein Experte sein, um ein warmes und behagliches Heim zu haben – ein paar Checks, kleine Wartungsarbeiten und schon können wir diesen Winter eine gemütliche Atmosphäre genießen, ohne böse Überraschungen bei der Abrechnung zu befürchten.

Kontrolliere, ob es Zugluft unter Fenstern oder Türen gibt

Damit ein Haus wirklich warm bleibt, darf die Wärme nicht nach außen verloren gehen. Es reicht nicht aus, Türen und Fenster fest zu schließen; manchmal dringt Kälte trotzdem ins Haus, weil es Zugluft gibt. Um es festzustellen, reicht ein einfacher Test: Nimm ein Blatt Papier, lege es an den unteren Fensterrand und schließe den Flügel. Wenn du es beim Versuchen, es herauszuziehen, ohne Gegenwind wiederholend ziehen kannst, dann ist die Dichtung beschädigt oder klebt nicht richtig und kalte Luft dringt herein.

Wiederhole diesen Test am gesamten Fensterrahmen, besonders in den Ecken. Bleibt das gleiche Ergebnis, musst du die Dichtungen austauschen – eine recht einfache Arbeit. Als Erstes den Rahmen reinigen, dann die alte Dichtung entfernen. Nachdem du den Umfang des Fensters gemessen hast, kaufst du die neue Dichtung und montierst sie gemäß den Anweisungen.

Nachdem du die Fenster geprüft hast, geht es nun zu den Türen. Auch hier reicht ein einfacher Test mit der Hand: Spürst du am unteren Türrand Luft, wenn du die Hand langsamer darüber führst? Dann benötigst du eine Zugluftleiste. Die effektivste Maßnahme, um den Wärmeverlust zu verhindern, ist eine Dichtungsleiste mit zwei Rollen, die zwar zuverlässig schützt, aber kaum auffällt.

Im Allgemeinen sind beide Lösungen einfach umzusetzen und tragen dazu bei, das Zuhause deutlich wohnlicher zu machen.

Vermeide die Entstehung von Feuchtigkeit

Im Winter wird dir wahrscheinlich Kondensationsbildung an den Fenstern auffallen – ein klarer Hinweis auf zu hohe Luftfeuchtigkeit im Haushalt, die reduziert werden sollte, da sie mit der Zeit Schimmel an den Wänden und unangenehmen Geruch verursachen kann.

Zudem kann eine erhöhte Luftfeuchtigkeit das Empfinden von Kälte verstärken. Um dem entgegenzuwirken, ist der Luftaustausch die einfachste Lösung. Öffne morgens und abends die Fenster für fünf bis zehn Minuten oder auch nach dem Kochen, um für frische Luft zu sorgen und die Feuchtigkeit zu senken.

Kessel und Heizkörper müssen sorgfältig geprüft werden

Mit dem Heraufziehen der Kälte kommt oft der Gedanke ans Heizen – aber bevor du die Radiatoren einschalst, sollten grundlegende Kontrollen am Kessel erfolgen. Beauftrage möglichst einen Fachbetrieb mit der Überprüfung des Kessels, da eine solche Wartung sicherheitsrelevant ist: Er prüft Abgase, CO-Werte und den Zustand der Ventile. In der Regel sorgt der Techniker dafür, dass der Kessel funktioniert, ob er noch in gutem Zustand ist, ob kleine Reparaturen anstehen oder ob ein Austausch nötig ist.

Selbst kannst du jedoch den Druck am Manometer prüfen – wichtig, um den Wasserdruck in den Heizkörpern zu stabilisieren. Der Kessel sollte ausgeschaltet und kalt sein; in vielen Anlagen liegt der empfohlene Druckbereich bei 1 bis 1,5 Bar, doch schau immer in das Handbuch deines Geräts.

Ein weiterer selbst durchzuführender Check betrifft die Heizkörper. Der Test ist einfach: Heizungsanlage einschalten, abwarten, bis die Heizkörper sich erwärmen, und sie dann anfassen. Sind alle gleichmäßig warm, ist das System in Ordnung. Falls es Bereiche gibt, die kalt bleiben oder es Geräusche (Gurgeln) gibt, musst du eventuell entlüften. Mit dem passenden Ventilschlüssel drehst du die Entlüftung am Heizkörper, bis Luft entweicht und auch Wasser austritt. Danach sollten die Heizkörper wieder normal funktionieren. Bleibt das Problem bestehen, ruf besser einen Fachbetrieb.

Um ein warmes Zuhause zu haben und Energieverschwendung zu vermeiden, überprüfe auch den Thermostat und stelle ihn nach Bedarf ein. Wenn du den ganzen Tag außer Haus bist, macht es wenig Sinn, die Heizung durchgehend laufen zu lassen; besser programmierst du sie so, dass sie vielleicht zwei Stunden vor deiner Rückkehr anspringt, damit du zu Hause warm bist, ohne Energie zu vergeuden.

Passe Textilien der Saison entsprechend an

Designer präsentieren uns jedes Jahr neue Trends, wie man Räume im Herbst einladender gestalten kann. Das ist nicht nur eine Frage des Stils, sondern auch eine Chance, Räume behaglicher zu machen, ohne hohe Betriebskosten zu verursachen. Es mag merkwürdig klingen, aber Vorhänge, Sofas und Teppiche machen den Unterschied. Schwere Vorhänge an den Fenstern wirken als natürliche Isolationsschicht, Teppiche auf dem Boden speichern Wärme. Auch Kissen aus Velours oder Bezüge aus Wolle tragen dazu bei, abends eine warme Atmosphäre zu schaffen – und das ganz ohne Auswirkungen auf die Heizkosten.

Dieser Ansatz verbindet Stil mit Funktion: Mit sorgfältig ausgewählten Textilien lässt sich das Raumgefühl erheblich verbessern, ohne dass die Haushaltsrechnung steigt. So wird das Zuhause im Herbst nicht nur stilvoll, sondern auch deutlich gemütlicher – ganz ohne große Anstrengung oder Extra-Kosten.

Lukas Steinberger

Lukas Steinberger

Ich bin Lukas Steinberger, Redakteur bei AUSTRIA24 TV mit Fokus auf Politik und Gesellschaft. Nach meinem Journalismusstudium in Wien habe ich für verschiedene Medien gearbeitet und mich auf analytische Berichterstattung spezialisiert. Mein Ziel ist es, komplexe Themen verständlich zu machen und die Perspektiven der Menschen sichtbar zu machen.