Warum Bettwanzen im September ins Haus kommen – Tipps gegen sie

19. September 2026

| Lukas Steinberger

Jeden Sommer begegnen uns Wanzen in unserer Wohnung: Wanzen sind Insekten, die in Italien zu einer häufigen Plage geworden sind; es gibt verschiedene Arten, die in unsere Häuser eindringen – darunter auch Raubwanzen – aber am weitesten verbreitet sind die braunen Arten.

Es gibt einen Grund, warum diese Insekten gerade im September unsere Wohnungen “überfallen”: Sie suchen einen Ort, an dem sie den Winter und die kalten Monate verbringen können.

Wanzen suchen nach einem warmen Ort

Im Sommer leben Wanzen vor allem draußen; dort ernähren sie sich und finden ein passendes Habitat für ihr Überleben. Vor allem die asiatische Wanze und die grüne Wanze machen sich gegen Ende August/Anfang September auf die Suche nach einer Zuflucht, um sich gegen die Kälte zu schützen, bis der Frühling wieder kommt. Häuser mit ihren Verstecken und Abstellräumen bieten ihnen das ideale Umfeld, um sich dort zu verstecken.

In dieser Zeit, wenn die Tagestemperaturen hoch sind und die Nächte kühler werden, heizt sich das Haus tagsüber auf und schafft so die ideale Umgebung, damit sie sich niederlassen und den kommenden Winter verbringen können.

Pflanzen – ein Refugium für Wanzen

Was unsere Häuser zudem attraktiv macht, ist das Vorhandensein von Nahrung, insbesondere die Vegetation in der Wohnung zwischen Gärten und Pflanzen. Wanzen ernähren sich von Blättern und Früchten der Pflanzen; einige Arten, wie Heckensträucher und Rankgitter, ziehen sie stärker an als andere. Je stärker ein Haus von Vegetation umgeben ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass man sie im Haus findet.

Licht lockt Wanzen

Im September werden die Tage kürzer und auch die Nächte kühler — alles Bedingungen, die diese Insekten dazu treiben, einen wärmeren Ort aufzusuchen, um den Herbst zu überstehen. Sie neigen dazu, sich besonders an Wänden oder Bereichen des Hauses zu versammeln, die der Sonne ausgesetzt sind. Wenn sie tagsüber Wärme sammeln, wird die Mauer von Natur aus warm; ein idealer Ort, um sich dort “einzunisten”. Neben den Wänden finden sie sich auch häufig an Fenstern und Türen, die viele Eintrittspunkte bieten.

Dass sie in großer Zahl auftreten, bedeutet nicht, dass sie ein Nest gebaut haben oder sich fortpflanzen. Tatsächlich dient ihre Anwesenheit schlicht dem Zweck, einen Rückzugsort zu haben, in dem sie im Winter inaktiv bleiben können. Die Hausheizung lässt nämlich eine dem Frühling ähnliche Temperatur wahrnehmen, was das Insekt dazu verleiten kann, aus dem Versteck zu kommen und durch das Haus zu streifen.

Wie man verhindert, dass sie ins Haus gelangen

Obwohl der September für Wanzen ein geeigneter Zeitraum ist, um einen Rückzugsort zu suchen, ist es bei uns noch warm, weshalb Fenster oft offen stehen. Wie kann man also verhindern, dass diese Insekten ins Haus gelangen? Das Wichtigste, wenn man Fliegengitter hat, besteht darin, sie offen zu lassen, um eine Barriere zu bilden und ihren Eintritt zu begrenzen.

Eine der anfälligsten Stellen, durch die sich Insekten einschleichen, sind die Kastenträger der Rollläden und Risse rund um die Fenster. Besser diese Bereiche gründlich inspizieren und jede Spalte abdichten, um ihren unliebsamen Eintritt physisch zu verhindern.

Lukas Steinberger

Lukas Steinberger

Ich bin Lukas Steinberger, Redakteur bei AUSTRIA24 TV mit Fokus auf Politik und Gesellschaft. Nach meinem Journalismusstudium in Wien habe ich für verschiedene Medien gearbeitet und mich auf analytische Berichterstattung spezialisiert. Mein Ziel ist es, komplexe Themen verständlich zu machen und die Perspektiven der Menschen sichtbar zu machen.