Ein Cent (wörtlich) im Luxus schlafen: Die spanische Policía Nacional hat in Madrid einen 20-Jährigen festgenommen, der beschuldigt wird, das Zahlungssystem einer Buchungsseite manipuliert zu haben, sodass die Zimmer als vollständig bezahlt ausgewiesen wurden, obwohl tatsächlich nur 0,01 Euro belastet wurden. Für Zimmer, die bis zu 1.000 Euro pro Nacht kosten konnten, wirkte die Transaktion zum Zeitpunkt der Buchung „korrekt“, doch die Unregelmäßigkeit wurde erst Tage später entdeckt, bei der tatsächlichen Gutschrift auf der Zahlungsplattform.
Nach Angaben der Polizei war der Angriff absichtlich darauf ausgelegt, den Validierungsprozess der Zahlung zu manipulieren: Mit anderen Worten, die Seite erhielt eine grüne Ampel, als ob der Betrag vollständig eingezogen worden wäre, und schaltete den Bestätigungscode frei, der nötig ist, um sich ohne Verdacht im Hotel zu melden. Die Ermittler betonen, dass dies der erste Fall wäre, in dem sie eine Straftat in dieser spezifischen Form feststellen.
Der Superbetrug
Die Festnahme erfolgte, während der 20-Jährige sich in einem Luxushotel der Hauptstadt aufhielt, wo er eine Buchung für vier Nächte im Gesamtwert von 4.000 Euro hatte. Doch im Zahlungskreislauf landete statt Tausenden von Euro nur ein einziger Cent. Außerdem habe er während der Aufenthalte laut Polizei auch die Minibar konsumiert und in einigen Fällen unbezahlte Zusatzrechnungen hinterlassen. Die Verluste, die seinen Aufenthalten allein in diesem Hotel zugerechnet würden, würden die 20.000 Euro überschreiten.
Die Ermittlungen sollen nach einer Meldung über „verdächtige Aktivitäten“ von der Buchungsseite eingeleitet worden sein; Von dort aus rekonstruieren die Beamten den Mechanismus und identifizierten den Verdächtigen in wenigen Tagen. Ein zentrales Detail, berichten die Berichte: Der Betrug sei erst mit Verzögerung sichtbar geworden, als die Zahlungsplattform dem Unternehmen den tatsächlich vereinnahmten Betrag übermittelte (also fast nichts).