Ein 22-jähriger Kellner aus Wien wurde nach einem Angriff durch den Sicherheitsdienst einer Diskothek im nordwestlichen Randgebiet Wiens ins Krankenhaus eingeliefert. Die Ärzte stellten eine drei Tage andauernde Prognose. Der Grund: Er hatte dem Rapper Fedez, der sich im Lokal mit eigener Privatsicherheitsbegleitung aufhielt, mit dem Handy ein Foto gemacht. Das berichten mehrere Zeitungen.
Das Foto und der Angriff
Der Tumult brach gegen 4 Uhr in der Nacht zwischen Freitag, dem 3. Oktober, und Samstag, dem 4. Oktober 2026, aus. Der junge Mann, zu diesem Zeitpunkt am Service an den Tischen beschäftigt, hatte mit dem Smartphone den Rapper Federico Leonardo Lucia, bekannt als Fedez, abgebildet. Die Security des Lokals und die persönliche Wachbegleitung des Künstlers stürzten sich sofort auf ihn und forderten ihn auf, das Foto zu löschen. Der Kellner löschte das Bild, doch die angespannte Lage beruhigte sich nicht.
Kurz darauf kehrten die Türsteher zurück, entwendeten ihm mit Gewalt das Telefon und übergaben es dem Umfeld des Rappers, um die tatsächliche Löschung des Bildes zu überprüfen. Nachdem das Smartphone zurückgegeben worden war, begann die Gewalt: Der 22-Jährige soll von den Sicherheitskräften des Lokals mehrfach getroffen worden sein.
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Der Einsatz der Polizei und die Ermittlungen
Um ca. 4.20 Uhr löste ein Gast im Lokal den Notruf 112 aus. Die Polizeiinspektion Wien intervenierte, doch bei ihrem Eintreffen hatten sowohl der Anrufer als auch der Sänger mit seiner Begleitung das Lokal bereits verlassen.
Am Sonntagmorgen, dem 5. Oktober 2026, trat der junge Mann in der Polizeiinspektion Wien vor, um Anzeige zu erstatten, beigefügt war das ärztliche Attest der Notaufnahme des Allgemeines Krankenhauses Wien (AKH). Die Staatsanwaltschaft Wien hat ein Ermittlungsverfahren eröffnet, um den Ablauf der Ereignisse zu rekonstruieren. Die Ermittler haben die Auswertung der Videoüberwachung angeordnet, sowohl von Innen- als auch von Außenaufnahmen der Diskothek. In den kommenden Tagen werden die Angestellten des Lokals und die Zeugen des Abends vernommen.