Der Herbstpfad, sobald er sauber weggekehrt ist, bedeckt sich erneut mit trockenem Laub. Der Schriftsteller Franz Kafka konnte diese Jahreszeit nicht romantischer beschreiben, und tatsächlich prägen genau diese Blätter den Herbst mit ihren unverwechselbaren Farben von Rot über Gelb bis hin zu Ocker. Oftmals ist der erste Gedanke, wenn sich das Laub im Garten ansammelt, es zu sammeln und in den Müll zu werfen, doch tatsächlich lässt es sich auf vielfältige Weise wiederverwenden. Besonders nützlich ist es vor allem für die eigentliche Gartenarbeit. Wenn Sie nur an die klassischen „Bastelarbeiten“ denken, die im Schulalltag üblich sind, liegen Sie völlig falsch – die Alternativen sind keineswegs rar.
Mulchen – aber nicht nur
Das Herbstlaub lässt sich auch bei Beeten im Garten verwenden. Wie geht das? Die Methode ist ganz einfach: Eine Schicht trockener Blätter (ein paar Zentimeter, nicht mehr) ist hilfreich, wenn Mulchen erforderlich ist, die typische Praxis, bei der organisches Material (unter anderem) den Boden schützt und das Pflanzenwachstum fördert. Zugleich dient diese Schicht dazu, das Treiben von Unkraut zu unterbinden – kein unwichtiger Punkt, wenn man sich mit Gartenarbeit beschäftigt. Übrigens lassen sich im Herbst getrocknete Blätter auch nutzen, um den sogenannten Insektenfressern das Überleben zu erleichtern – Tiere, die sich von Insekten ernähren und so die Vermehrung von Parasiten verhindern. Vögel und Marienkäfer finden in Laubhaufen, Ästen und Erde eine komfortable Zone im Garten: Gerade diese Haufen signalisieren, dass es sich um einen ruhigen Ort im Grünbereich handelt.
Getrocknete Blätter als Dünger verwenden
Die Verwendung von getrockneten Blättern im Haushalt endet hier keineswegs. Nachdem man sie in eine Tüte gegeben und an einem feuchten Ort mindestens ein Jahr lang gelagert hat, können sie dazu dienen, die Wurzeln der Pflanzen zu schützen und zu bedecken. Diese Blätter sind demnach ein echtes Allheilmittel für Pflanzen im Garten und auf dem Balkon: Sie schaffen eine Art Mikroklima, indem sie die Wurzeln vor der typischen Winterfeuchtigkeit, aber auch vor Kälte und widrigen Witterungsbedingungen schützen.
Eine weitere Alternative ist der Dünger auf Basis getrockneter Blätter. Diese Blätter stellen eine natürliche Ressource von grundlegender Bedeutung dar, um Gärten und Gemüsegärten zu ernähren, da sie reich an Kohlenstoff sind. Um sie als Dünger zu verwenden, sollten sie fein zerkleinert und anschließend in einer passenden Schale aufbewahrt werden.
Eine der nützlichsten Rezepturen ist die, die fein gehackte Blätter mit Kaffeesatz vorsieht. Nachdem man die Mischung hergestellt und sie auf die Erde der Pflanzen verteilt hat, ist besonders auf die Wurzeln zu achten. Ein wertvoller Rat ist, etwas reifen Kompost oder organische Dünger hinzuzufügen – aus einem ganz einfachen Grund: Da getrocknete Blätter bei der Zersetzung Stickstoff verbrauchen (das sogenannte Immobilisationsphänomen), benötigen sie diese Zugaben, damit sie noch effektiver wirken.