Europe Direct 2026–2030: 46 Standorte in Italien – Europa den Bürgerinnen näher bringen

12. März 2026

| Lukas Steinberger

Am heutigen Vormittag, Montag, der 23. Februar, fand in Rom die erste nationale Sitzung des neuen Netzwerks „Europe Direct“ für den Zeitraum 2026–2030 statt.

Die Veranstaltung, organisiert von der Vertretung der Europäischen Kommission in Italien zusammen mit dem Büro des Europäischen Parlaments in Italien, markierte offiziell den Start der neuen Generation des Netzwerks und stärkte seine Rolle als direkte Verbindung zwischen den europäischen Institutionen und den Bürgerinnen und Bürgern.

Was ist das Netzwerk „Europe Direct“ und warum ist es wichtig

Das Netzwerk gehört zu den wichtigsten Instrumenten der Europäischen Union, um Information, Partizipation und Dialog vor Ort zu fördern. In Italien gibt es derzeit 46 Zentren, die in allen Regionen verteilt sind, mit dem Ziel, eine leicht erreichbare Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger, Schulen, lokale Behörden, Vereine und Medienschaffende zu bieten, die sich über Politiken und Chancen der Europäischen Union informieren möchten.

Der neue Programmzeitraum 2026–2030 baut auf Kontinuität auf, bringt aber auch Neuerungen. Gegenüber dem vorherigen Zyklus wurden zehn neue Zentren eröffnet und die territoriale Präsenz durch eine größere Zahl lokaler Anlaufstellen gestärkt, insbesondere in ländlichen und peripheren Gebieten. Die nationale Koordination wird weiterhin von der Vertretung der Europäischen Kommission in Italien mit Sitz in Rom gewährleistet. Auf europäischer Ebene umfasst das Netzwerk mehr als 400 Zentren in allen Mitgliedstaaten und gehört zu den wichtigsten Instrumenten der Europäischen Union, um Information, Dialog und demokratische Teilhabe zu fördern.

Ein demokratischer Dialog, der vor Ort entsteht

Im Verlauf der Veranstaltung sprachen zahlreiche Institutionenvertreter, darunter die Vizepräsidentin der Region Lazio, Roberta Angelilli, und der Kulturreferent von Rom, der ehemalige EU-Parlamentarier Massimo Smeriglio.

Aus der Ferne übermittelten die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments Pina Picierno, die sich in Kiew zum vierjährigen Jubiläum der russischen Invasion aufhielt, sowie der Vizepräsident der Europäischen Kommission, Raffaele Fitto, ihre inaugurierenden Grüße zum Start der fünfjährigen Tätigkeit des neuen Netzwerks.

„Europa entscheidet in Brüssel und Straßburg, aber der demokratische Prozess beginnt im Dialog mit den Regionen; in diesem Zusammenhang ist das Netzwerk von zentraler Bedeutung“, erinnerte Claudio Corazza, Leiter des Büros des Europäischen Parlaments in Italien, und hob Europas Herausforderungen gegenüber Autokratien sowie die offenen Fragen zu vielen zeitgenössischen Themen hervor: von Industriepolitik über Verteidigung bis hin zum Aufkommen künstlicher Intelligenz.

A cosa servono i centri „Europe Direct“

Die Europe Direct-Zentren bieten kostenfrei offizielle Informationen zu Europäischen Politiken, organisieren öffentliche Veranstaltungen, Schulaktivitäten, Diskussionsforen und Sensibilisierungsinitiativen; sie tragen auch dazu bei, Desinformation durch verifizierte institutionelle Quellen entgegenzuwirken. „Sie sind keine einfachen Informationsschalter, sondern echte Stützpunkte demokratischer Beteiligung“, betonte Massimo Pronio, Kommunikationsverantwortlicher der Vertretung der Europäischen Kommission in Italien.

Das Treffen mit Vertretern der EFSA, der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit

Auf europäischer Ebene umfasst das Netzwerk mehr als 400 Zentren in allen Mitgliedstaaten und gehört zu den wichtigsten direkten Kontakkanälen zwischen der Europäischen Union und ihren Bürgerinnen und Bürgern. Der neue Zyklus fügt sich in einen Kontext tiefgreifender geopolitischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Veränderungen ein und stärkt die Rolle der Zentren weiter als Anlaufstelle und Informationspunkte vor Ort.

Die Rom-Tagung sah auch die Teilnahme der 46 italienischen Zentren-Verantwortlichen, die im Dialog mit Vertretern europäischer Institutionen und bedeutender Einrichtungen mit Sitz in Italien standen, darunter das Gemeinsame Forschungszentrum in Ispra, die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit in Parma, die Europäische Bildungsstiftung in Turin und das Europäische Hochschulinstitut in Fiesole, sowie Beamte der Generaldirektionen der Europäischen Kommission, zuständig für Klima und Energie.

Lukas Steinberger

Lukas Steinberger

Ich bin Lukas Steinberger, Redakteur bei AUSTRIA24 TV mit Fokus auf Politik und Gesellschaft. Nach meinem Journalismusstudium in Wien habe ich für verschiedene Medien gearbeitet und mich auf analytische Berichterstattung spezialisiert. Mein Ziel ist es, komplexe Themen verständlich zu machen und die Perspektiven der Menschen sichtbar zu machen.