Die Ärzte des Rangueil-Krankenhauses in Toulouse, Frankreich, sahen sich mit einem Fall konfrontiert, der so bizarr war, dass sie Sprengstoffspezialisten hinzuziehen mussten. In der Nacht von Samstag, dem 31. Januar, auf Sonntag, den 1. Februar, meldete sich ein 24-jähriger Mann in der Notaufnahme mit einer Granate aus dem Ersten Weltkrieg, die im Rektum steckte. Die Sanitäter riefen umgehend eine Sprengstoffeinheit der Polizei sowie die Feuerwehr, die den Bereich absicherten und den vom Patienten entfernten Sprengkörper entschärften.
Der ungewöhnliche Fall in Toulouse
Wie die französische Zeitung La Dépêche berichtet, stellte sich der Mann mit einer scheinbar normalen Aufnahme im Krankenhaus vor, klagte über starke Schmerzen, nannte aber keine weiteren Details zur Ursache. Aus den diagnostischen Untersuchungen ergab sich etwas Ungewöhnliches: Der Mann hatte tatsächlich ein militärisches Relikt aus dem Jahr 1918 in den Enddarm eingeführt. „Während der Entnahme – berichten die lokalen Medien – stellte der Chirurg fest, dass es sich um eine Waffe aus dem Ersten Weltkrieg handelt, etwa 16 Zentimeter lang und 4 Zentimeter breit.“ Die Anwesenheit der Bombe löste den Alarm im ganzen Notaufnahmebereich aus.
Vor Ort intervenierten Feuerwehrleute und Sprengstoffexperten, die einen Sicherheitsring errichteten, bevor die Ärzte dem 24-Jährigen den heiklen Eingriff unterzogen, der schließlich ohne Zwischenfälle abgeschlossen wurde. Die Waffe wurde schließlich den Sprengstoffexperten übergeben, die sie entschärften. Der junge Mann geht es gut und in den kommenden Tagen kann er entlassen werden, aber er könnte sich einem strafrechtlichen Verfahren gegenübersehen wegen möglicher Verstöße gegen das Waffen- und Kriegswaffengesetz sowie gegen den Besitz von Kriegswaffen.